Risikogebiete: Ab Oktober könnte Quarantäne zur Pflicht werden

Wer von einem Urlaub aus einem Risikogebiet heimkehrt, ist verpflichtet, einen Corona-Test machen zu lassen. Foto: VZ
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Wer von einem Urlaub aus einem Risikogebiet heimkehrt, ist verpflichtet, einen Corona-Test machen zu lassen. Foto: VZ

Neue Corona-Regeln für Reisende sind seit dieser Woche in Kraft

Von Sven Schlickowey

REMSCHEID Am Dienstag haben sich erneut die Corona-Regeln für Reisende geändert. Darauf weist die der Verbraucherzentrale in Remscheid hin. Mit den kostenlosen Tests für alle Reiserückkehrer sei seither Schluss, berichtet Lydia Schwertner, Leiterin der Beratungsstelle. Weiterhin verpflichtend seien aber Tests für Urlauber, die in einem Risikogebiet ihre Ferien verbringen: „Diese Urlauber müssen sich ab Oktober voraussichtlich selbst bei einem negativen Ergebnis nach ihrer Rückkehr an eine Quarantäne von mindestens fünf Tagen halten“.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick: Seit Dienstag können nur noch Rückkehrer aus Risikogebieten einen kostenlosen Test auf Covid-19 machen. Die Kosten für Tests von Urlaubern aus anderen Ferienregionen, die sich nach ihrer Rückkehr freiwillig testen lassen möchten, aber keine Symptome haben, müssen dann selber getragen werden.

Einreisende aus Risikogebieten müssen sich sofort beim Gesundheitsamt melden und in eine Quarantäne von bis zu 14 Tagen begeben. Außerdem sind sie verpflichtet, sich innerhalb von 72 Stunden nach der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen zu lassen. Alternativ kann der Test auch 48 Stunden vor der Rückreise im Reiseland erfolgen. Liegt ein negatives Testergebnis vor, wird die Verpflichtung zur Quarantäne aufgehoben. Bei Verstößen können die zuständigen Behörden Bußgelder verhängen.

Ab Oktober könnte sich dies ändern. Zur Diskussion zwischen Bund und Ländern steht unter anderem die Einführung einer verpflichtenden Quarantäne, die frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden kann.

Zu den Risikogebieten gehören aktuell viele Länder außerhalb Europas wie die USA, Russland oder große Teile der Türkei. Aber auch innerhalb Europas sind verschiedene Risikogebiete ausgewiesen, zum Beispiel Spanien und zahlreiche Regionen von Frankreich. Eine laufend aktualisierte Liste des Robert-Koch-Institutes (RKI) gibt Auskunft, welche Länder als Risikogebiet definiert sind.

Den Test kann man an entsprechenden Teststationen am Flughafen, an Bahnhöfen oder in den Gesundheitsämtern machen. Außerdem gibt es ein Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung auf dem Gelände des Remscheider Sana-Klinikums.

Weitere Infos zu Verbraucherthemen bietet die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale, Tel. (0 21 91) 8 42 47 91, oder per Mail.

remscheid@ verbraucherzentrale.nrw

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