Wirtschaft

Remscheider Unternehmen baut Präsenz in Japan aus

Wolfgang Picard (v. l.), Andreas Meise und Josef Posniak übergaben den Holzschnitt an Kei Yabe und Yas Uemura.
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Wolfgang Picard (v. l.), Andreas Meise und Josef Posniak übergaben den Holzschnitt an Kei Yabe und Yas Uemura.

Carl Aug. Picard GmbH bezieht Neubau in Kawaguchi.

Von Sven Schlickowey

Remscheid/Kawaguchi. Die Remscheider Carl Aug. Picard GmbH baut ihre Präsenz in Japan aus. In Kawaguchi nördlich von Tokio bezog das 1998 gegründete Tochterunternehmen C. A. Picard Japan Co., Ltd. ein neu gebautes Gebäude, die bisherigen, angemieteten Räume waren zu klein geworden. Gesellschafter Wolfgang Picard und die beiden Geschäftsführer Josef Posniak und Andreas Meise überreichten zur Einweihung einen alten Holzschnitt eines Knieschleifers als Geschenk an die Mannschaft vor Ort.

Die ist seit dem Start vor bald 25 Jahren deutlich gewachsen, inzwischen auf 14 Mitarbeiter. Nach wie vor dabei ist auch Geschäftsführer Kei Yabe, der das Tochterunternehmen einst als Einmann-Gesellschaft begonnen hatte. Der Standort Kawaguchi ist nicht zuletzt ein bekannter Maschinenbau- und Industriestandort, von hier aus vertreiben die Mitarbeiter die Produkte von C. A. Picard, zudem gibt es eine Versandabteilung.

Das Remscheider Unternehmen, 1876 als Schleiferei gegründet, produziert hochbeanspruchten Präzisionsteilen aus Metall, darunter Press- und Trägerbleche, Stanzplatten, Presswerkzeuge, Teile für Kalksandsteinpressen und Extrusionssyteme, die in mehr als 50 Länder vertrieben werden. Neben dem Stammwerk in der Werkzeugstadt und einem weiteren Werk in Monschau bei Aachen gibt es Produktionsstandorte in China und den USA. Insgesamt arbeiten rund 480 Menschen für das Unternehmen.

Japanische Kunden werden am liebsten in Muttersprache betreut

In Japan sind die Remscheider seit den 1990er Jahren. Damals habe man den aus mehr als 6800 Inseln bestehenden Staat dank seiner modernen Industrie als interessanten Zielmarkt ausgemacht, heißt es. Weil japanische Kunden aber am liebsten in ihrer Muttersprache betreut werden, habe man schließlich einen lokalen Vertrieb gegründet. Inzwischen gibt es sogar noch ein zweites Büro in West-Japan, das 2012 zunächst in Osaka gegründet wurde, fünf Jahre später aber nach Kobe umzog.

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Der Umzug der Niederlassung Kawaguchi war räumlich übrigens nur ein kleiner Schritt, das 834 Quadratmeter große Grundstück, auf dem der neue Firmensitz gebaut wurde, liegt gerade einmal 400 Meter vom bisherigen entfernt. In der Entwicklung der Firma ist der Schritt dafür umso bedeutender, das alte Büro war durch Personalzuwachs längst an seine Grenzen gestoßen, es gab noch nicht einmal einen Besprechungsraum.

Im März wurde der Grundstein gelegt, am 9.  Dezember die Einweihung gefeiert. Nun hat das Unternehmen nicht nur mehrere Besprechungsräume, sondern auch ein Archiv, einen eigenen Raum für Kundenvorführungen und eine Cafeteria.

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