Smartphone

Remscheider entwickeln Smartphone speziell für Retter

Als Grundlage dient die Outdoor-Variante „X“.
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Als Grundlage dient die Outdoor-Variante „X“.

Neuheiten vom Volla Phone: Spezielle Variante für den Notfall-Einsatz und Verkauf vor Ort in Lennep.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das Smartphone „Made in Remscheid“ soll zum Lebensretter werden. Zusammen mit verschiedenen Partnern entwickelt die Firma Hallo Welt Systeme derzeit eine spezielle Variante ihres Volla Phones für Notärzte, Sanitäter und Feuerwehrleute, als Grundlage dient die vor etwa einem Jahr vorgestellte Outdoor-Version mit dem Beinamen „X“.

Die richtet sich bereits an Handwerker, Outdoor-Sportler und andere, die ein robustes Gerät benötigen. Für den Einsatz im Rettungsdienst sollen nun zusätzlich Betriebssystem und Software angepasst werden. Mit im Boot sind dabei unteren die Open-Source-Initiative GNUHealth und die Plattform 112-login.com.

Die bietet digitale Rettungskarten, die mit einem Auto über dessen Kfz-Kennzeichen verknüpft sind und von den Rettungskräften bereits auf der Fahrt zum Einsatz abgerufen werden können. Ziel sei es, dass die Einsatzkräfte über ihr Volla Phone schon vor dem Eintreffen am Unfallort wichtige typspezifische Fahrzeug- und Notfallinformationen abrufen können, heißt es in einer Mitteilung des Remscheider Unternehmens. Das erhöhe die Sicherheit der Einsatzkräfte, helfe aber vor allem, die Insassen schneller aus den Fahrzeugen zu befreien.

GNUHealth ist eine Open-Source-Lösung zur Verwaltung von Kliniken und Patientendaten. Diese ermögliche die gemeinsame Nutzung von Patientendaten zu Behandlungs- und Forschungszwecken, bei der „der Patient die Kontrolle darüber hat, welche Daten mit wem geteilt werden“. Über das neue Volla Phone sollen Ärzte und Pfleger zukünftige solche Informationen abfragen können. Zudem soll die App „Personal Health Record“ helfen, die eigene Gesundheit besser im Blick zu halten – ohne dass, wie bei den meisten anderen Anwendungen dieser Art, Daten in einer Cloud gespeichert werden.

Das Volla Phone wurde von einem internationalen Team um den Remscheider Dr. Jörg Wurzer entwickelt und wird seit seiner Vorstellung Ende 2020 von der Hallo Welt Systeme mit Sitz in Remscheid vertrieben. Ziel der Entwicklungsarbeit waren insbesondere ein Bedienkonzept, das nicht ständig die Aufmerksamkeit des Nutzers fordert, und eine hohe Datensicherheit. Das Gerät funktioniert unabhängig von einer Cloud und ohne ein Google- oder Apple-Benutzerkonto, ein kuratierter App-Store hält Datensammler fern, optional wird zudem VPN angeboten. So dass das Volla Phone möglichst keine Spuren im Netz hinterlässt.

Das Konzept hat schon überall auf der Welt Fans gefunden, nach Herstellerangaben wurde das Volla Phone in mehr als 50 Länder verkauft. Für den Ende des Jahres angekündigten Nachfolger Volla Phone 22 liegen bereits Vorbestellungen für über eine Viertelmillion Euro vor.

Verkauft wird das Mobiltelefon in der Regel übers Internet, inzwischen gibt es aber auch im stationären Handel, unter anderem in Stuttgart, München und Berlin. Und seit kurzem auch am Firmensitz in Lennep. Seit Juli können dienstags bis freitags jeweils 15 bis 17 Uhr Beratungsgespräche im Coworking-Space coWorld, Kölner Straße 102, vereinbart werden.

volla.online/de/onsite

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