Teilweise mehrere Wochen

Deshalb müssen einige Kunden auf ihre eingelagerten Winterräder warten

Die Insolvenz eines externen Dienstleisters führt beim Autohaus Tiemeyer derzeit zu Schwierigkeiten.
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Die Insolvenz eines externen Dienstleisters führt beim Autohaus Tiemeyer derzeit zu Schwierigkeiten.
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Pleite eines Dienstleisters hat Auswirkungen - beim Autohaus Tiemeyer schiebt das Team deshalb Überstunden, um den Rückstand aufzuholen. 

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Es schneit – doch viele Kunden des Autohaus Tiemeyer haben derzeit erhebliche Probleme, an ihre eingelagerten Winterräder zu kommen. RGA-Leser berichten von Wartezeiten von mehreren Wochen. Ursache ist offenbar die Insolvenz eines Dienstleisters.

„Meine Frau wartet nun schon über einen Monat auf ihre Räder und fährt bei der derzeitigen Wetterlage mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit“, berichtet ein Leser. Auf telefonische Anfragen werde man nur vertröstet, das Krisenmanagement der Firma sei „nicht einmal mit ungenügend zu bewerten“.

Michael Große Lembeck, im Tiemeyer-Vorstand für den Bereich Aftersales verantwortlich, bestätigt, dass es derzeit Schwierigkeiten gibt. Grund dafür sei die Pleite des Räderlogistikers, der für die Autohaus-Gruppe arbeitet. Als der vor wenigen Wochen überraschend einen Insolvenzantrag gestellt habe, habe es eine Zeit lang keinen Zugriff mehr auf die eingelagerten Räder gegeben, so Große Lembeck: „Das fällt uns jetzt auf die Füße.“

Zwar habe man sich umgehend um eine Lösung mit dem Insolvenzverwalter und einem neuen Dienstleister bemüht, sagt Große Lembeck, trotzdem habe es eine Verzögerung von „zwei, drei Wochen“ gegeben: „Die müssen wir nun aufholen.“ Seit etwa 14 Tagen würden die Filialen wieder beliefert, seither würden die Mitarbeiter in den Werkstätten mit Überstunden, auch an Samstagen, am Thema arbeiten. „Wir geben alles“, verspricht Michael Große Lembeck. „Wir lassen keinen Kunden im Regen stehen.“

Dass Autohäuser und Werkstätten mit externen Räderlogistikern zusammenarbeiten, ist keine Seltenheit in der Branche. Nach dem Räderwechsel holt der Dienstleister den kompletten Satz ab, reinigt ihn und lagert die Räder fachgerecht ein. Für die Autohäuser hat das gleich mehrere Vorteile, sie brauchen zum Beispiel weniger Lagerfläche. Die Kunden wiederum merken meist gar nicht, dass ein weiteres Unternehmen involviert ist. Zumindest so lange nichts schiefgeht.

Das hätte vielleicht sogar gegolten, wenn die Insolvenz des Dienstleisters außerhalb der Räder-Saison passiert wäre. So aber komme die Pleite zur „Unzeit“, sagt Michael Große Lembeck, erst recht, seit es auch noch schneit: „Das Wetter ist dabei auch nicht auf unserer Seite.“

Wann genau man den Rückstand aufgeholt habe, sei derzeit noch nicht absehbar. Wichtig sei aber, dass mit den Rädern der Kunden nichts passiert sei, betont Große Lembeck: „Alle sind gesichert, da kommt kein Radsatz weg.“ Und für Kunden, die nicht warten können, finde man eine individuelle Lösung, sagt er zu. Im Notfall gebe es leihweise neue Räder. „Die Kosten für die ganze Aktion tragen wir“, so der Autohaus-Vorstand. „Und wir werden auch nicht die Preise für den Radwechsel erhöhen.“

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