Nachhaltig

Wer günstig Strom tanken will, muss vorher einiges beachten

Bevor der Strom fließt, sollte man Strompreise, Ladenetzdichte und Gebühren prüfen, rät die Verbraucherzentrale. Archivfoto: Michael Sieber
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Bevor der Strom fließt, sollte man Strompreise, Ladenetzdichte und Gebühren prüfen, rät die Verbraucherzentrale.

So finden Fahrer von Elektroautos den passenden Tarif für ihr Fahrzeug.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Verkaufszahlen von E-Autos schießen, nicht zuletzt dank umfangreicher staatlicher Förderung, nach oben. Doch die Fahrzeuge müssen nicht nur gekauft, sondern auch „betankt“ werden. Während bei Benzintankstellen der Preisvergleich einfach ist, gestaltet sich die Situation an Ladestationen komplizierter. Unterschiedliche Abrechnungsmodelle erschweren immer noch den Kostenüberblick. Wer günstige Tarife nutzen möchte, muss sich zudem registrieren und oft Grundgebühren zahlen.

„Für E-Auto-Fahrer zahlt sich die genauere Beschäftigung mit den Tarifen an öffentlichen Ladesäulen aus“, sagt Lydia Schwertner, Leiterin der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Remscheid. Neben dem Preis gehe es dabei zum Beispiel auch darum, an wie vielen Säulen der Tarif verfügbar ist. „Die Frage, ob ein günstiger Tarif an genügend Ladestationen im eigenen Alltagsradius verfügbar ist, beantwortet eine Online-Recherche.“

Schwertner rät zudem, auf die Abrechnungsart zu achten: „Bevor sich Preise vergleichen lassen, muss geklärt sein, wie in einem Tarif überhaupt abgerechnet wird.“ Zwar sei inzwischen eine Angabe in Cent pro Kilowattstunde vorgeschrieben, es gebe aber auch noch Tarifmodelle, die nach Zeit oder je Ladevorgang abrechnen.

Bei Verträgen mit Grundgebühr lohne sich auch ein Blick auf die Laufzeit, so Schwertner: „Zulässig sind bis zu 24 Monate, doch es gibt auch zahlreiche Angebote, die monatlich kündbar sind oder gar keine Mindestlaufzeit aufweisen.“ Auch die Grundgebühren variierten stark. „Vor allem, wer meist zu Hause lädt und nur selten unterwegs, sollte auf eine niedrige Grundgebühr achten.“

Um den passenden Tarif zu finden, müsse der E-Auto-Fahrer vor allem den eigenen Bedarf kennen, sagt Lydia Schwertner: „Wie viele Kilowattstunden werden benötigt? Wie viele Ladevorgänge bedeutet das? Und wie lange dauert ein Ladevorgang jeweils?“ Eine Kilowattstunde an einer üblichen Ladesäule mit Wechselstrom-Ladung koste meist zwischen 30 und 35 Cent, beim Schnellladen mit Gleichstrom auch schon mal 35 bis 50 Cent. „Deutliche Abweichungen sind allerdings nicht selten.“

Hilfe bei der Ermittlung des eigenen Bedarfs und damit des richtigen Tarifs bietet der Ladebedarfsrechner der Verbraucherzentrale NRW, der online verfügbar ist.

verbraucherzentrale.nrw/unterwegs-laden

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