Ocon

Von der outgesourcten Poststelle zum Universal-Bürodienstleister

Ein Teil des Ocon-Teams vor der Villa auf dem Gelände der Remscheider TFR. Drucker- und Scanner-Abteilung befinden sich ebenfalls an der Berghauser Straße im Remscheider Südbezirk. Foto: Roland Keusch
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Ein Teil des Ocon-Teams vor der Villa auf dem Gelände der Remscheider TFR. Drucker- und Scanner-Abteilung befinden sich ebenfalls an der Berghauser Straße im Remscheider Südbezirk.

Das Remscheider Unternehmen Ocon versendet rund 500.000 Briefe pro Jahr für seine Kunden.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Der Weg vom Bildschirm aufs Papier und bei Bedarf auch andersrum, er führt für viele bergische Mittelständler über die Berghauser Straße in Remscheid. Dort hat in einer alten Villa auf dem Gelände der Technologie Fabrik der Bürodienstleister Ocon sei Quartier bezogen. Das Unternehmen druckt und scannt für seine Kunden, versendet Briefe und Pakete und bearbeitet für sie den Post-Eingang. Und das schon seit einem Vierteljahrhundert.

Angefangen hat das 1996 als outgesourcte Poststelle eines großen Industrieunternehmens. Heute hat Ocon rund 45 Mitarbeiter. Und Kunden in der ganzen Region. „Für manche scannen wir einmal fünf Aktenordner, für andere arbeiten wir fortlaufend“, berichtet Prokurist Dieter Kürten.

Ocon druckt, kuvertiert und versendet beispielsweise die Ausgangspost, von der Abrechnung bis zum Weihnachtsgruß, rund eine halbe Million Briefe bringt man so pro Jahr für seine Kunden auf den Weg. Und die Firma digitalisiert eingehende Schreiben. So können zum Beispiel Rechnungen zeitgleich von allen Verantwortlichen bearbeitet werden – auch im Homeoffice.

Daneben betreiben die Remscheider die Kopierer und die Hausdruckerei der Uni Wuppertal. Um die Studierenden auch während der Pandemie unterstützen zu können, wurde inzwischen der Online-Shop prmydo.de, ein Akronym für „print my documents“, für Abschluss- und andere Arbeiten ins Leben gerufen.

Während der Online-Shop bundesweit aktiv ist, konzentriert sich Ocon sonst eher aufs Bergische und angrenzende Regionen. Auch um einen guten Austausch untereinander zu gewährleisten, wie Dieter Kürten sagt. Schließlich lege man auf langfristige Beziehungen Wert, betont Geschäftsführerin Jessica Herbsthofer. So sei nicht nur der allererste Kunde noch an Bord, sondern auch einige Mitarbeiter aus der Gründungsphase.

Unter den Kunden befänden sich große Unternehmen, die ihre Post aufgrund der schieren Masse den Spezialisten überlassen, aber auch kleinere Firmen, die sich lieber auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, erklärt Herbsthofer. Man stehe aber auch anderen Dienstleistungen stets offen gegenüber, sagt Prokurist Kürten: Habe ein Kunde ein Anliegen und man selber die notwendigen Ressourcen, übernehme man die Aufgabe, von Schreibdiensten bis zur Telefonzentrale. So habe sich ihre Firma über die Jahre zusammen mit den Kunden entwickelt, sagt die Geschäftsführerin: „Wir verändern uns quasi automatisch mit.“

Auch Breuer & Schmitz entwickelt sich weiter. 2022 bezieht der Solinger Beschlaghersteller einen Neubau an der Monhofer Straße.

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