Umweltschutz in Unternehmen

Ökoprofit im Städtedreieck macht im nächsten Jahr das Dutzend voll

Jens Kortenbach und seine Stanz- und Umformtechnik Kortenbach waren 2016 bei Ökoprofit dabei – und sparen seither rund 130 000 Kilowattstunden Energie pro Jahr. Archivfoto: Christian Beier
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Jens Kortenbach und seine Stanz- und Umformtechnik Kortenbach waren 2016 bei Ökoprofit dabei – und sparen seither rund 130 000 Kilowattstunden Energie pro Jahr.

Projekt sucht Teilnehmer für die nächste Runde.

Von Sven Schlickowey

Bergisches Land. Die elfte Runde startete erst vor wenigen Monaten, da denken die Macher von Ökoprofit schon an die zwölfte. Mit zwei Online-Infoveranstaltungen, eine im Dezember, eine weitere im Februar, sollen Teilnehmer gefunden werden, die im kommenden Jahr in das einjährige Projekt starten wollen – und in dessen Rahmen die Umweltbilanz ihres Unternehmens verbessern möchten. Für die Umwelt, fürs Image und in vielen Fällen auch für den eigenen Geldbeutel.

Ökoprofit bietet Firmen im bergischen Städtedreieck die Möglichkeit, mit fachkundiger Unterstützung und im Austausch mit anderen Unternehmern an ganz unterschiedlichen Stellschrauben zu drehen. Mal geht es um Energieeinsparungen, mal um Abfallmanagement, manchmal auch um ganz andere Dinge. Immer mit dem Ziel, die Umwelt weniger zu belasten. Oftmals mit dem Nebeneffekt, dabei auch Geld zu sparen.

Allein die Teilnehmer der zehnten Runde bringen es seither auf einer Ersparnis von fast 1,4 Millionen Kilowattstunden Energie, mehr als zwölf Tonnen Müll und fast 800 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Und zwar jedes Jahr. Bisher haben mehr als 140 Firmen im Bergischen an Ökoprofit teilgenommen. Die 688 Maßnahmen, die dabei gemeinsame erarbeitet wurden, von einfachen Verhaltensänderungen bis hin zu größeren technischen Investitionen, haben nach Angaben die Initiatoren bisher geholfen, über vier Millionen Euro einzusparen.

Das sei auch im Kampf um Fachkräfte immer wichtiger, betonen die Macher: „Ein sorgsamer Umgang mit den Ressourcen wird immer stärker zum Nachweis für einen guten Arbeitgeber.“ Und Ökoprofit mit seinem mitarbeiterbezogenen Ansatz eigne sich besonders gut, um die eigenen Leute mit diesem Thema zu motivieren.

Getragen wird Ökoprofit im Städtedreieck unter anderem von den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal, deren Wirtschaftsförderungen und der Bergischen IHK. Gefördert wird es vom Land NRW, die Teilnahme ist zwar nicht kostenlos aber vergleichsweise günstig. Für die teilnehmenden Firmen beschränken sich die Kosten auf 2500 bis 9000 Euro, je nach Betriebsgröße. Zum Programm gehören acht halbtägige Workshops, die nicht zuletzt dem Austausch dienen, und einige individuelle Beratungstage in den Betrieben, bei denen vor Ort nach Potenzialen gesucht wird.

Weitergehende Infos gibt es bei den Wirtschaftsförderungen der teilnehmenden Städte. Remscheid: Ingo Lückgen, Tel. (0 21 91) 16 36 47; Solingen: Lea Pistorius, Tel. (02 12) 2 49 41 32) und bei der Bergischen IHK (Volker Neumann, Tel. (02 02) 24 90 305 sowie bei Online-Veranstaltungen am Montag, 14. Dezember, 11 bis 12 Uhr, und am Donnerstag, 4. Februar, 16 bis 17 Uhr.

https://survey.questionstar.com/c4245e7d

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