Mobilität

Neue Technik für E-Bikes: Ein Radar machte das Radeln sicherer

Sieht (fast) aus wie ein normales Fahrrad, enthält aber jede Menge Technik: einer der beiden Prototypen aus dem Forschungsprojekt. Foto: Aptiv
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Sieht (fast) aus wie ein normales Fahrrad, enthält aber jede Menge Technik: einer der beiden Prototypen aus dem Forschungsprojekt.

Wuppertaler Unternehmen an schwedischem Forschungsprojekt beteiligt.

Von Andreas Boller

Wuppertal. Bisher haben die Ingenieure von Aptiv ihr Hauptaugenmerk auf vierrädrige Fahrzeuge gelegt. Doch die fahrerunterstützenden Systeme, die das Wuppertaler Unternehmen entwickelt, lassen sich im Dienste der Sicherheit auch für Zweiräder anwenden. Im Rahmen des schwedischen Forschungsprojektes Sebra wurden die Ideen zusammen mit weiteren Projektbeteiligten in zwei E-Bike-Prototypen umgesetzt. Dabei wurde die Radartechnologie, die Aptiv für Fahrzeuge entwickelt, genutzt, um die Sicherheit der Radfahrer zu verbessern.

Steigende Verkaufszahlen meldete die Zweiradbranche selbst in der Coronakrise. Die E-Bikes sind dabei der Renner. Immer mehr Menschen wollen umsteigen. Doch nicht nur die Verkaufs-, sondern auch die Unfallzahlen steigen.

„Die Verkehrsinfrastruktur und die Straßenführungen sind für multimodalen Verkehr mit einem immer höheren Anteil zügig fahrender Zweiräder noch gar nicht vorbereitet“, heißt es bei Aptiv. Wenn man also auf die Schnelle nicht die Straßen anpassen kann, warum dann nicht einfach die Fahrräder, dachte man sich in Wuppertal. Und griff dafür auf Technik zurück, die man bisher nur aus dem Auto kannte.

Vorteil: Die E-Bikes haben die notwendige Energie an Bord, um Sensoren und Minicomputer dauerhaft zu betreiben. Zwei leichte Aptiv-Radargeräte sind in den Prototypen direkt unter dem Sitz nach hinten gerichtet montiert. Zwei weitere Geräte befinden sich direkt unter dem Lenker, die nach vorne gerichtet sind. Mit ihren Daten und denen weiterer Sensoren wird ein kleiner Computer gefüttert, der den Radfahrer bei Gefahr per Vibration am Lenker warnt. Je nachdem, von wo die Gefahr zu erwarten ist, indem nur der linke, nur der rechte oder beide Griffe vibrieren. Während die anderen Verkehrsteilnehmer per Lichtsignale informiert werden.

Die beiden Prototypen gehören zum Projekt „Sensor for Bicyclist’s Improved Awareness“, auf Deutsch etwa: „Sensoren für eine verbesserte Aufmerksamkeit der Radfahrer“. Oder kurz: Sebra. Gefördert wird das Forschungsprojekt, an dem auch das schwedische Forschungsinstitut RISE und das E-Bike-Start-up Liri beteiligt sind, von der schwedischen Regierung.

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