Jubiläum

Nach einem Vierteljahrhundert platzt die Firma aus allen Nähten

Christian Wiechert ist seit 2015 Geschäftsführer. Und steht regelmäßig noch selber an der Maschine. Foto: Michael Schütz
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Christian Wiechert ist seit 2015 Geschäftsführer. Und steht regelmäßig noch selber an der Maschine.

B.M. Maschinenmesser aus Remscheid wird 25 Jahre alt.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Dass Friedhelm Wiechert mal eine eigene Firma gründen würde, hatte er lange nicht gedacht. Viele Jahre hatte er für einen Maschinenmesser-Hersteller gearbeitet, immer mit der Option, dort mal Geschäftsführer zu werden. Als klar wurde, dass das nichts gibt, machte er sich selbstständig. 45 Jahre alt war er da schon. Heute ist er 70, sein Unternehmen feiert in diesen Tagen Jubiläum und hat sich bestens entwickelt.

Die B.M. Maschinenmesser GmbH & Co. KG, die einst in einem Backsteingebäude zu zweit – Friedhelm Wiechert und seine Frau Bärbel – begonnen hatte, ist ein Vierteljahrhundert später nach mehreren Umzügen in Remscheid-Güldenwerth angekommen und hat 17 Mitarbeiter. Und auch im aktuellen, 2002 bezogenen Domizil wird es langsam wieder eng, wie Junior-Chef Christian Wiechert sagt. Bei den letzten beiden Neuanschaffungen von Maschinen habe man noch Glück gehabt und sie mit leichten baulichen Veränderungen unterbekommen. „Aber jetzt geht nichts mehr.“

B.M. stellt verschiedene Maschinenmesser her, unter anderem für die Verpackungsmittelindustrie. Kunden seien sowohl Hersteller als auch Nutzer von Verpackungsmaschinen, erklärt Firmengründer Friedhelm Wiechert. Remscheid gilt als Zentrum der Maschinenmesser-Industrie. „Mit den meisten Mitbewerbern sind wir gut vernetzt“, sagt Christian Wiechert, der die Firma seit 2015 zusammen mit seinem Vater führt.

Um sich in diesem Umfeld zu behaupten, setze man auf Qualität, Flexibilität – und Schnelligkeit: „Viele Kunden sagen uns, dass wir besonders fix sind.“ Zudem liefere man auch kleinere Mengen. Und schärfe Messer nach, sogar aus fremder Produktion. „Die sind dann fast wie neu“, sagt Friedhelm Wiechert.

Und B.M. hat sein Portfolio stetig erweitert. „Wir überlegen ständig, welche neuen Produkte zu uns passen“, sagt Christian Wiechert. Das notwendige Know-how hat sich die Familie überwiegend selbst angeeignet. So bestand auch Christian Wiecherts Ausbildung zum Industriekaufmann im Familienbetrieb nicht nur aus kaufmännischen Inhalten, wie Vater Friedhelm erzählt: „Er hat von Anfang an alles mitbekommen.“ Und stehe nach wie vor regelmäßig selber an der Maschine.

Auch während Corona habe man gut zu tun, sagen die beiden Geschäftsführer, dabei helfe es vor allem, dass man die Lebensmittelindustrie beliefere. „Bisher manövrieren wir uns gut durch die Krise“, so Friedhelm Wiechert. Auf Kurzarbeit oder gar Kündigungen haben man verzichten können. „Wir haben sogar einen neuen Mitarbeiter eingestellt.“

Den und seine Kollegen hätte man zum Jubiläum gerne samt Lebenspartner zum Essen eingeladen. Auch ein Tag der offenen Tür war angedacht. Beides muss wegen der Pandemie ausfallen. Doch Christian Wiechert gibt die Hoffnung noch nicht auf. Vielleicht könne man Angestellte und Kunden später im Jahr noch zu einem kleinen Event einladen, sagt er: „Ich denke zum Beispiel an ein Sommer-Grillen.“

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