Verkehr

Mehr Alternativen zum Auto im Bergischen Land

Uta Schneider ist Geschäftsführerin der BSW, die das IRM eng begleitet.
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Uta Schneider ist Geschäftsführerin der BSW, die das IRM eng begleitet.

Das Mobilitätskonzept für die Region gewinnt an Kontur. Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft will Alternativen zum Autoverkehr anstoßen.

Von Michael Bosse

Bergisches Land. Lokal handeln und sich in der Region vernetzen – dieser Idee folgt das Integrierte Regionale Mobilitätskonzept (IRM), das von 19 Kommunen zwischen Düsseldorf und Remscheid sowie dem Kreis Mettmann erarbeitet und seit Ende 2021 umgesetzt wird. Ein Bündel von Maßnahmen steht auf dem Programm: Schwerpunkte sind die Stärkung des Radverkehrs, der bedarfsgerechte Ausbau von Bahn- und Buslinien sowie die Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsarten.

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Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) in Solingen hat die Entwicklung des IRM koordiniert und begleitet die Umsetzung. Projektpartner sind unter anderem Burscheid, Hückeswagen, Leichlingen, Remscheid, Solingen, Wermelskirchen und Wuppertal.

Ursprünglich sollte die Förderung bis Ende 2022 laufen, wegen einer vorübergehenden Vakanz bei der Stelle der Regionalen Mobilitätsmanagerin konnte das Programm nun bis Ende März 2023 verlängert werden, wie die BSW-Geschäftsführerin Uta Schneider sagt. Zudem solle das regionale Mobilitätsmanagement möglichst eine weitere Auflage erleben: „Der Netzwerkaufbau hat sich absolut gelohnt.“

So können Unternehmen die Mobilität erleichtern

Aufgrund der zwischenzeitlichen Corona-Einschränkungen mussten einige Veranstaltungen virtuell stattfinden, nun können sie wieder in Präsenz laufen. So wurde Ende September ein Workshop organisiert, der sich mit betrieblichem Mobilitätsmanagement befasste. Diskutiert und gesucht wurden Ansätze für Unternehmen, um eine effiziente, attraktive, umwelt- und sozialverträgliche Personenmobilität zu fördern. Dazu können ein Shuttle zwischen S-Bahnhaltestelle und Arbeitsplatz gehören oder Unterstützung beim Kauf eines E-Bikes.

Ein interkommunaler Arbeitskreis prüft derzeit eine Teilnahme an dem Landeswettbewerb „ways2work“, mit dem Konzepte finanziell unterstützt werden, die die Pendlermobilität jenseits der klassischen Pkw-Nutzung stärken. Gefördert werden könnten unter anderem Sharing- oder Pooling-Angebote, die Verbesserung von ÖPNV-Angeboten, Fuß- und Radwege sowie Verknüpfungsmöglichkeiten unterschiedlicher Verkehrsmittel. In einem zweiphasigen Wettbewerb sollen zunächst bis Ende Februar kommenden Jahres „grobe Konzepte“ vorgelegt werden, über die das Land entscheidet. Nach dem Zuschlag kann die Umsetzung starten.

Radstrecke soll Wuppertal und Düsseldorf verbinden

Auch „Sharing-Systeme“ zur Nutzung von Fahrrädern oder E-Bikes sollen im Rahmen des IRM vorangebracht werden. Ziel ist es, eine umweltfreundliche Kombination von ÖPNV und Radnutzung so effektiv und attraktiv zu gestalten, dass diese Verkehrsmittel schneller und stressfreier für Pendler sind als eine Autofahrt. Als Beispiel verweist die BSW auf das Ruhrgebiet. Zehn Kommunen unter Federführung des Regionalverbands Ruhr beteiligen sich an einem Bike-Sharing-System.

Initiiert durch das IRM liegt mittlerweile auch eine Machbarkeitsstudie für eine Velo-Route zwischen Wuppertal und Düsseldorf vor. Aktuell sehe es „sehr positiv aus“, dass die entlang der A 46 geplante Strecke auch umgesetzt werde, sagt Uta Schneider. Außerdem befinde man sich in der Sache noch in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW und dem Verkehrsministerium.

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