Im Internet den zukünftigen Ausbildungsbetrieb treffen

Martin Klebe und seine Kollegen aus Mettmann und Düsseldorf wollen etwas gegen unbesetzte Ausbildungsstellen tun. Archivfoto: Christian Beier
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Martin Klebe und seine Kollegen aus Mettmann und Düsseldorf wollen etwas gegen unbesetzte Ausbildungsstellen tun. Archivfoto: Christian Beier

#AusbildungKlarmachen: Agentur für Arbeit lädt zur virtuellen Ausbildungsmesse

Von Sven Schlickowey

BERGISCHES LAND Mehr als 300 freie Ausbildungsstellen sind in Remscheid bei der Agentur für Arbeit registriert. Aber nicht einmal mehr 200 unversorgte Bewerber. Und selbst in Solingen gibt es mehr Stellen als Unversorgte. „Eine Situation, die vorletztes Jahr noch undenkbar war“, wie Martin Klebe, Chef der hiesigen Agentur für Arbeit meint. Um im Ausbildungsendspurt noch einmal richtig Gas zu geben, hat sich die bergische Arbeitsagentur mit zwei weiteren zusammengeschlossen und für kommenden Samstag eine digitale Ausbildungs- und Studienmesse auf die Beine gestellt: #AusbildungKlarmachen. Von einer „Abkürzung zum Ausbildungsberuf“ spricht Karl Tymister, Klebes Kollege im Kreis Mettmann. An einem persönlichen Gespräch führe im Bewerbungsprozess kein Weg vorbei – und das sei auf der Messe zumindest online möglich. „Das toppt auf jeden Fall die schriftliche Bewerbung.“ Weil sich zu den beiden Agenturen aus Mettmann und dem Bergischen zudem noch die Düsseldorfer geselle, sei das Angebot ausgesprochen umfangreich, so Tymister. Man rechne mit 100 virtuellen Ausstellern, die rund 200 verschiedene Berufe ausbilden.

Für die Arbeitsagenturen gehe es darum, so viele Jugendliche wie möglich zu versorgen und gleichzeitig etwas gegen den Fachkräftemangel zu unternehmen, betont Martin Klebe. Einige Branchen würden trotz Krise bereits wieder über zu wenig qualifizierte Mitarbeiter klagen. Umso wichtiger sei Ausbildung: „Im letzten Jahr gab es da schon einige Einbrüche, das darf sich in diesem Jahr nicht wiederholen.“

Dass die Messe digital stattfindet, liege vor allem an der Pandemie, sagt Klebe. Als die Planungen begannen, sei noch nicht absehbar gewesen, dass vor den Sommerferien wieder Präsenzveranstaltungen möglich sein würden. Darüber hinaus sei das Format eine gute Gelegenheit, um für die Zukunft zu üben, meint Karl Tymister: „Wir sind davon überzeugt, dass digitale Formate in Zukunft fest zu einem Auswahlverfahren gehören.“

Stattfinden wird die Messe #AusbildungKlarmachen am Samstag, 19. Juni, von 10 bis 14 Uhr, eingeladen dazu sind nicht nur Jugendliche, sondern auch ihre Eltern. Teilnehmer können sich virtuell auf der Messe bewegen und nach einer kurzen Anmeldung Kontakt zu Unternehmen suchen. Und auch das Team der Arbeitsagentur wird dabei sein – mit zahlreichen unbesetzten Ausbildungsstellen und jeder Menge Tipps zum Auswahl- und Bewerbungsprozess.

www.webmessen.de/ausbildungklarmachen19juni

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