GW-Stahl feiert neue Millionen-Maschine

Udo Goldhammer (l.) Andreas Wasserfuhr mit einer Kurbelwelle.

Hückeswagen In diesen Tagen wird in der Werkshalle der Firma BGW Stahl an der Stahlschmidtsbrücke in Hückeswagen gefeiert. Es gibt ja auch genug Gründe für eine Feier. Seit zehn Jahren führen Udo Goldammer und Andreas Wasserfuhr das expandierende Unternehmen, das unter anderem Kurbelwellen herstellt - große Kurbelwellen.

Den Anlass nutzen die beiden Geschäftsführer, um den Firmennamen den Gegebenheiten anzupassen und das Unternehmen in Goldammer und Wasserfuhr Stahl GmbH (GW-Stahl) umzubenennen, denn der dritte Geschäftspartner ist schon lange nicht mehr im Unternehmen.

Den eigentlichen Grund für die Party fanden die Gäste aber in einer Ecke der neuen Werkhalle: Die Multifunktionsmaschine Mazak Integrex E670 HII. "Das ist die größte Maschine dieser Art hier in der Region", sagt Goldammer nicht ohne Stolz. Denn auf diesem High-Tech-Dreh- und Fräszentrum können Großkurbelwellen mit einem Meter Durchmesser, vier Metern Länge und bis zu drei Tonnen Gewicht vollautomatisch hergestellt werden. "Für uns ist das ein Alleinstellungsmerkmal und hebt uns von allen anderen Anbietern ab", sagt Wasserfuhr über die 1,3 Millionen Euro teure Investition.

Mit der neuen Halle wurde dieProduktionsfläche verdoppelt

Die Mazak Integrex tauscht bis zu 80 Werkzeuge automatisch nach Bedarf aus. Mussten die Großkurbel- und Exzenterwellen bisher auf zwei bis drei verschiedenen Maschinen bearbeitet werden, erledigt das neue Fräs- und Drehzentrum diese Arbeiten in gleichbleibend hoher Qualität nun allein.

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Die Großkurbelwellen werden häufig in Kompressoren eingesetzt, die in Flüssiggastankern Verwendung finden. Deshalb beobachten die beiden Geschäftsführer unter anderem den Ausbau der Fracking-Technologie in den USA oder die Erschließung von Erdgasfeldern in Staaten, die nicht an die großen Erdgaspipelines angeschlossen sind. Denn dies macht den Einsatz der riesigen Flüssiggastanker notwendig und sichert letztlich Arbeitsplätze auch in Hückeswagen.

Es habe viele Gründe für die Investition in die Mazak Integrex gegeben, erklärt Goldammer. Einer sei, dass man Mitarbeitern aktuelle Technik bieten müsse.

Es gab übrigens noch einen Grund zum Feiern: mit einer 750 Quadratmeter großen neuen Halle wurde die Produktionsfläche nahezu verdoppelt.

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