Gesucht werden erneut besonders dreiste Produktfälschungen

In diesem Jahr waren unter anderem eine Lampe der Marke Ledlenser und ein Merkur-Rasierer betroffen, hier bei der Preisverleihung. Foto: wey
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In diesem Jahr waren unter anderem eine Lampe der Marke Ledlenser und ein Merkur-Rasierer betroffen, hier bei der Preisverleihung. Foto: wey

Verein Plagiarius vergibt auch 2021 wieder seinen Negativpreis

Von Sven Schlickowey

SOLINGEN/LEICHLINGEN Der Verein Aktion Plagiarius ruft auch in diesem Jahr dazu auf, Produkt- und Markenfälschungen für den Negativpreis „Plagiarius“ zu melden. „Unternehmer, Designer und Erfinder, die sich über dreiste Plagiatsfälle ärgern, haben wieder die Möglichkeit, ihre Originalprodukte sowie die vermeintlichen Nachahmungen zum Plagiarius-Wettbewerb einzureichen und den Plagiator – sei er Hersteller oder Händler – als Preisträger des Negativpreises vorzuschlagen“, heißt es in einer Mitteilung.

Bereits seit 1977 vergibt der Leichlinger Verein, der seit 2007 ein Museum in Solingen betreibt, den Schmähpreis, um Industrie, Politik und Verbraucher für die Problematik der Produktpiraterie zu sensibilisieren und die Wertschätzung für geistiges Eigentum zu steigern. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Designer Rido Busse.

Die goldene Nase symbolisiert die Gewinne der Fälscher

Vergeben wird der Negativpreis alljährlich auf die Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt, die im kommenden Jahr vom 19. bis zum 23. März stattfinden soll. Die Trophäe ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – Symbol für die immensen Profite, die ideenlose Nachahmer sprichwörtlich auf Kosten von Kreativen und der Industrie erwirtschaften. Allerdings hat der absolut überwiegende Teil der Preisträger die Trophäe in der Vergangenheit nicht abgeholt.

So wie die Ambiente für viele Solinger Unternehmen, insbesondere aus der Haushaltswarenbranche, als wichtigste Messe gilt, so waren in den vergangenen Jahren auch immer wieder Bergische Firmen von Nachahmungen ihrer Entwicklungen betroffen. In diesem Jahr wurden zum Beispiel Fälschungen einer Taschenlampe der Firma Ledlenser und eines Rasierers von Merkur „ausgezeichnet“. Sie sind inzwischen im Museum zu sehen.

Anmeldungen zum Plagiarius 2021 sind noch bis Ende November möglich. Neben einem ausgefüllten Anmeldeformular gehört dazu immer das Originalprodukt und die vermeintliche Fälschung, falls vorhanden Kopien der Korrespondenz mit dem Plagiator, Kopien von eingetragenen gewerblichen Schutzrechten und zusätzliche Hintergrundinfos, die der Jury bei ihrer Arbeit helfen können. Heruntergeladen werden kann das Anmeldeformular in der Rubrik Wettbewerb auf der Internetseite des Vereins, auf der es auch weitere Informationen zum Negativpreis und zum Solinger Museum gibt.

www.plagiarius.com

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