Befragung von Betrieben

Geschäftsklima im bergischen Städtedreieck erhält Dämpfer

Das neue Regionale Konjunkturbarometer liegt vor. Grafik: WIFOP
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Das neue Regionale Konjunkturbarometer liegt vor.

Institut für Unternehmensforschung und Organisationspsychologie legt Regionalen Konjunkturreport vor.

Von Manuel Böhnke

Bergisches Land. Das Geschäftsklima im bergischen Städtedreieck hat sich Ende des vergangenen Jahres deutlich eingetrübt. Die Erholung des ersten Halbjahres 2021 setzte sich nicht fort. Zu diesem Ergebnis kommt das Regionale Konjunkturbarometer des Wuppertaler Instituts für Unternehmensforschung und Organisationspsychologie (WIFOP) der Bergischen Universität.

Die Untersuchung beruht auf einer quartalsweisen Befragung von Betrieben in Remscheid, Solingen und Wuppertal. Zwischen dem 15. Dezember 2021 und dem 4. Januar dieses Jahres haben sich 218 Unternehmen mit rund 19 000 Beschäftigten an der Erhebung beteiligt. Unterstützt wird das Regionale Konjunkturbarometer von den Sparkassen im Städtedreieck.

Die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen entwickelte sich in den meisten Branchen Ende 2021 positiv, erklären die Macher der Studie. Auf die Beurteilung der Geschäftslage habe sich das jedoch kaum ausgewirkt. „Ein Großteil der bergischen Unternehmen im produzierenden Gewerbe kann sich zwar über volle Auftragsbücher freuen, anhaltenden Lieferengpässe verhindern jedoch, dass diese zügig abgearbeitet werden können“ erläutert Jun.-Prof. Dr. Markus Doumet. Er ist der wissenschaftliche Leiter des Regionalen Konjunkturbarometers. Darüber hinaus wirken sich die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise negativ auf die Margen aus.

Wenig erfreulich sei die Nachfrage im stationären Einzelhandel sowie in der Gastronomie – dort blieben die Umsätze im vierten Quartal deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das führt das WIFOP vorrangig auf die Corona-Beschränkungen zurück. „Branchen, die bereits in den ersten beiden Jahren der Pandemie zu den Verlierern gehörten, sind auch in der aktuellen Welle am stärksten negativ betroffen“, bilanziert WIFOP-Voristzender Prof. Dr. André Betzer.

Und wie geht es weiter? Dazu liefert der Regionale Konjunkturreport „keine verlässliche Prognose“. Die Geschäftserwartungen seien zwar verhalten, die Befragung fiel jedoch in eine Phase verschärfter Corona-Maßnahmen. Die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten hänge „in hohem Maß“ vom Infektionsgeschehen ab: „Sollte die Pandemie erfolgreich eingedämmt werden können, so ist eine stärkere konjunkturelle Erholung möglich.“

Die Betriebe beschäftigen sich derweil mit der Zeit nach Corona. Viele planen laut WIFOP, im kommenden halben Jahr zusätzliches Personal einzustellen.

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