Messe

Gemeinsam im Städtedreieck gegen den Fachkräftemangel

Oliver Francke und Simone Leimbach haben die Messe in Solingen organisiert. Kommendes Jahr geht es nach Remscheid.
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Oliver Francke und Simone Leimbach haben die Messe in Solingen organisiert. Kommendes Jahr geht es nach Remscheid.

Weiterbildungsmesse „Bergisch Bildet!“ in Solingen.

Von Andreas Römer

Solingen. Mehr als 20 Bildungs- und Weiterbildungsanbieter aus dem Bergischen präsentierten sich am Montag in der Alten Maschinenhalle auf dem Gelände des Solinger Gründer- und Technologiezentrums. Organisiert wurde die Messe „Bergisch Bildet!“ vom Bergischen Fachkräftebündnis, einer Initiative von arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Akteuren im Städtedreieck, gemeinsam mit der Quallianz, der Organisation von Bergischen Bildungsanbietern.

Hier konnten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über das vielfältige Bildungsangebot informieren. Mehr als 1000 verschiedene Kurs stehen zur Verfügung. Das reicht von Weiterbildungen mit eintägiger Schulung bis zu zweijährigen Qualifizierungen.

„Gerade unsere Region spürt den Fachkräftemangel“, sagt Oliver Francke von der Regionalagentur Bergisches Städtedreieck. Schon 2018 hatte man im Rahmen des bundesweiten Weiterbildungstages eine Bildungsmesse in Wuppertal organisiert. Dann kam Corona und das Thema wurde zurückgestellt. „Jetzt wollen wir das aber wieder anpacken“, so Francke. „Bergisch Bildet!“ in Solingen soll nur der Auftakt sein. „Wir gehen nächstes Jahr mit der Messe nach Remscheid, dann 2024 nach Wuppertal und sehen uns dann ein Jahr später wieder in Solingen“, verspricht er.

„Die Zeiten, in denen man eine Ausbildung macht und den erlernten Beruf bis zur Rente unverändert ausübt, sind längst vorbei“, verweist Quallianz-Geschäftsführerin Simone Leimbach auf veränderte Rahmenbedingungen. In der sich immer schneller verändernden Welt sei lebenslanges Lernen angesagt.

„Ich bin froh, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen,“ sagte Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) in seinem Grußwort: „Nutzen wir gemeinsam die Chance, uns über die besten Ideen auszutauschen. Ich bin überzeugt, wir brauchen Sie, die Bildungsinstitute, alle.“

Es sei dringend an der Zeit, dass die drei Städte Solingen, Remscheid und Wuppertal die Sache gemeinsam anpackten. „Wir stecken mitten in einer Transformation, der Arbeitsmarkt verändert sich und wird sich in den nächsten Jahren, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, noch einmal dramatisch verändern“, sagte Kurzbach – und prophezeite: „Wir werden um jede Arbeitskraft ringen.“ Deshalb sei er froh, dass sich auf der Solinger Messe die Experten austauschen und nach Lösungen suchen. Denn die anstehenden Probleme seien nicht mit einer Maßnahme erledigt.

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