Für eine neue Heizung stehen umfangreiche Fördertöpfe bereit

Solarthermie kann bei der Heizungsmodernisierung eine sinnvolle Ergänzung sein. Archivfoto: Christian Beier
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Solarthermie kann bei der Heizungsmodernisierung eine sinnvolle Ergänzung sein. Archivfoto: Christian Beier

Verbraucherzentrale startet Aktion „Besser heizen ohne fossile Brennstoffe“

Von Manuel Böhnke

Remscheid Zugegeben, im April möchte man sich lieber über den nahenden Sommer als über die Heizung im Keller Gedanken machen. „Es ist jedoch wichtig, frühzeitig über eine neue Anlage nachzudenken und nicht bis zum Totalausfall zu warten“, empfiehlt Lydia Schwertner. Sie leitet die Remscheider Beratungsstelle der Verbraucherzentrale, die mit der Aktion „Besser heizen“ eine Informationsoffensive zum Heizen ohne fossile Brennstoffe gestartet hat.

Die Vorzeichen für einen Umstieg auf eine moderne und klimafreundliche Technologie seien nie so günstig gewesen, sagt Schwertner. Das liege zum einen am Preis, der seit Anfang des Jahres für CO2-Emissionen erhoben wird. Heizöl und Erdgas macht das beispielsweise teurer. „Zudem hat die Förderlandschaft nie so gut ausgesehen wie im Moment“, betont Jens Blome.

Dem Energieberater der Verbraucherzentrale zufolge gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Über Steuerersparnisse oder Zuschüsse unterstütze die öffentliche Hand den Heizungstausch teilweise mit bis zu 55 Prozent. Auf welche Töpfe man zurückgreift, sei von Faktoren wie dem Alter der Anlage und dem Zeitpunkt des Antrags abhängig. Blome nennt Rechenbeispiele. Wer sich etwa für einen Wechsel von einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe entscheide, müsse mit einem Eigenanteil von rund 9300 Euro rechnen. Bei einem Holzpelletkessel liegen die durchschnittlichen Kosten abzüglich der Förderung bei knapp 10 500 Euro.

Damit wären zwei Alternativen für die Öl- oder Gasheizung genannt, die die Verbraucherzentrale als nachhaltig ausweist. Denkbar seien auch Hybridsysteme. Beispielsweise könne eine Solarthermieanlage auf dem Dach einen Beitrag zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung leisten. Denkbar sei auch, eine Wärmepumpe mit einer Gasheizung zu kombinieren. Für welche Variante sich Hauseigentümer entscheiden, sei vor allem vom energetischen Zustand der Immobilie und der Größe der Heizflächen abhängig. „Es gibt für jedes Haus die passende Heizung – aber keine Heizung, die in jedes Haus passt“, fasst Blome zusammen.

Zum Portfolio der Verbraucherzentrale Remscheid gehören Energieberatungsangebote zu verschiedenen Fragen. Zum Thema „Besser heizen“ bietet Energieberater Jens Blome am Freitag, 23. April, von 18 bis 19.30 Uhr ein kostenloses Online-Seminar an. Eine telefonische Einzelberatung ist am Dienstag, 27. April, möglich. Für beide Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung nötig. Diese kann telefonisch unter Tel. (0 21 91) 8 42 47 91, online oder per Mail erfolgen.

www.verbraucherzentrale.nrw/besser-heizen/veranstaltungen

remscheid @verbraucherzentrale.nrw

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