Geld zurück

Im neuen Jahr „Corona-Gutscheine“ umtauschen

Viele Konzerte mussten zuletzt ausfallen. Gab es als Ersatz Gutscheine, kann bald eine Rückerstattung beantragt werden. Symbolbild: Pexels
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Viele Konzerte mussten zuletzt ausfallen. Gab es als Ersatz Gutscheine, kann bald eine Rückerstattung beantragt werden.

Musterbrief der Verbraucherzentrale hilft bei der Rückerstattung.

Von Sven Schlickowey

Bergisches Land. Zum Jahreswechsel wird bei vielen „Corona-Gutscheinen“ für Kulturveranstaltungen, Sportwettkämpfe und ähnliches die Rückerstattung fällig. Darauf weist Lydia Schwertner, Leiterin in der Remscheider Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW, hin. Wer für ein wegen der Pandemie ausgefallenes Event einen Gutschein statt Geld erhalten habe, könne sich nun den Kaufpreis wiederholen. Ein Musterbrief der Verbraucherzentrale hilft dabei.

Viele Verbraucher hätten sich geärgert, dass sie bei abgesagten Veranstaltungen Gutscheine akzeptieren mussten, sagt Schwertner. Die Regelung sei dazu gedacht gewesen, die von der Krise gebeutelten Unternehmen über Wasser zu halten. „Durch die Zwangsgutscheine mussten Verbraucher den Unternehmen einen zinslosen Kredit gewähren, auch wenn sie vielleicht selbst in finanziellen Schwierigkeiten waren“, so die Beraterin.

Wer seinen Gutschein bis zum Jahresende nicht eingelöst habe, könne ab dem 1. Januar die Rückerstattung beantragen. Das gelte für alle Tickets, die vor dem 8. März 2020 gekauft wurden, so Schwertner: „Der Veranstaltungstermin ist unerheblich.“ Wurden die Karten danach erworben, greife die Regelung mit dem Zwangsgutscheine ohnehin nicht.

Dabei bestehe aber keine Pflicht, das Geld zurückzufordern, betont Lydia Schwertner: „Sollte man das nicht wollen, kann der Gutschein auch weiterhin zur Zahlung von Tickets eingesetzt werden.“ Grundsätzlich gelte: Die Rückzahlungsansprüche aus abgesagten Veranstaltungen verjähren innerhalb von drei Jahren. Bei Veranstaltungen, die 2020 wegen des Coronavirus abgesagt wurden, können Ansprüche also bis zum 31. Dezember 2023 geltend gemacht werden.

Wer sein Geld im neuen Jahr zurückhaben möchte, müsse sich an den Veranstalter des ausgefallenen Events wenden, erklärt Schwertner. Ein Musterbrief der Verbraucherzentrale vereinfache das: Einfach Kontaktdaten und den Namen der Veranstaltung eintragen und das fertige Schreiben per Einschreiben oder per Fax an den Anbieter schicken. Der Brief ist hier abrufbar: www.verbraucherzentrale.de/node/45416

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