Arbeitsmarkt

Menschen mit Behinderung eine Chance geben

Martin Klebe ist Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.Foto: Michael Schütz
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Martin Klebe ist Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen ist in der Corona-Pandemie gestiegen.

Von Manuel Böhnke

Bergisches Land. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt bleibt kompliziert. Das gilt vor allem für Menschen mit Behinderung. Der Anteil Arbeitsloser innerhalb dieser Gruppe ist im Zuge der Corona-Pandemie deutlich angestiegen. Im bergischen Städtedreieck sind im aktuellen Jahresdurchschnitt 14,2 Prozent mehr schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet als 2019. Darauf weist die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal hin. Sie nimmt den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung zum Anlass, Arbeitgeber für das Thema zu sensibilisieren. Im Fokus stehen dabei vor allem Unternehmen auf der Suche nach Fachkräften.

Und das aus gutem Grund, wie Martin Klebe, der Chef der hiesigen Arbeitsagentur, erklärt: „Diese Personengruppe wird bei der Suche nach Fachkräften leider oft vergessen und hat es schwerer, auf dem ersten Arbeitsmarkt unterzukommen. Dabei sind Menschen mit Behinderung nicht weniger leistungsfähig als Menschen ohne Behinderung.“ Man dürfe Personen mit körperlicher, kognitiver oder seelischer Einschränkung nicht ausgrenzen. Auch sie leisten Klebe zufolge einen Beitrag zur Sicherung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs.

Positiv bewertet die Arbeitsagentur, dass die Pflichtquote bei der Beschäftigung von schwerbehinderten Arbeitnehmern in der Region erfüllt werde. Der Wert lag 2019 bei der aktuellsten Erhebung bei 5,34 Prozent. Ein Anteil von fünf Prozent ist privaten und öffentlichen Arbeitgebern mit mindestens 20 Arbeitsplätzen vorgeschrieben. Erreicht der Betrieb das Ziel nicht, muss er eine Ausgleichsabgabe leisten. In der Privatwirtschaft in Remscheid, Solingen und Wuppertal liege die Quote bei 4,65 Prozent, die öffentliche Hand kommt auf 7,71.

Der Arbeitsmarkt in Remscheid befindet sich weiter im Aufwind.

Um sie zu steigern, verweist Martin Klebe auf Dienstleistungen und Programme für Unternehmen, die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung einrichten wollen. Individuelle Infos liefert Martin Siemon (Tel. (02 12) 23 55-7 07). Hilfe zum Thema Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderung gibt es per Mail.

Solingen-Wuppertal.161-AGS@arbeitsagentur.de

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