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Ausbildungsmarkt erholt sich noch nicht von den Corona-Folgen

„Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr“, sagt Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Archivfoto: Michael Schütz
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„Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr“, sagt Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.
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Zahl der gemeldeten Stellen und Bewerber ist rückläufig.

Von Manuel Böhnke

Bergisches Land. Der Ausbildungsmarkt im bergischen Städtedreieck leidet weiterhin unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das erklärt die auch für Remscheid zuständige Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal zur Halbzeit des laufenden Ausbildungsjahres. Demnach liege die Zahl der Bewerber unter dem ohnehin niedrigen Wert des Vorjahres. Auch bei den gemeldeten Stellen sei die Entwicklung rückläufig.

Die Situation stellt sich in den bergischen Großstädten unterschiedlich dar. In Wuppertal stieg die Zahl der Interessenten leicht: um 1,4 Prozent auf 1844. In Solingen sank sie jedoch um 18,4 Prozent auf 493, in Remscheid auf 410. Das entspricht einem Minus von 10,3 Prozent.

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen gut

„Im laufenden Berichtsjahr, also seit Oktober 2021, finden noch zu wenige Schülerinnen und Schüler den Weg in den Ausbildungsmarkt“, fasst Martin Klebe zusammen. Er ist der Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Eine Ursache dafür sei die pandemiebedingt stark beeinträchtigte Berufsorientierung. Doch es gebe auch positive Trends: „Mit der kontinuierlichen Präsenz der Berufsberatung an den Schulen ist es gelungen, den Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern kontinuierlich zu reduzieren.“ Dieser Weg soll weiter verfolgt werden. Dabei liegt der Fokus vor allem auf Schulabgängern, die bislang keine Anschlussperspektive haben.

Auch mit Blick auf die gemeldeten Ausbildungsplätze unterscheiden sich Remscheid, Solingen und Wuppertal voneinander. Bei den beiden Erstgenannten nahm die Zahl zu: in Remscheid um 13,5 Prozent auf 630, in Solingen um 6,4 Prozent auf 615. In Wuppertal ist dagegen ein Rückgang zu verzeichnen: um 16,6 Prozent auf 1271.

Unter dem Strich stehen im Städtedreieck derzeit rund 1500 unversorgte Bewerber 1646 freien Ausbildungsstellen gegenüber. „Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr“, betont Martin Klebe vor diesem Hintergrund. Viele unbesetzte Stellen gibt es beispielsweise im Einzelhandel sowie für angehende Industrie- und Bankkaufleute. Auch medizinische Fachangestellte, Industriemechaniker und Fachkräfte für Lagerlogistik werden noch gesucht.

Bewerber können sich unter Tel. (0 21 91) 46 06-3 45 sowie per Mail an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wenden.
remscheid.berufsberatung@arbeitsagentur.de

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