Wirtschaft

Remscheider Modelabel Moki Doki wächst auch in der Krise

Viel Farbe. Und jetzt auch mehr Platz. Stefanie Weber und Moki Doki haben sich vergrößert. Trotz oder auch wegen Corona. Foto: Michael Schütz
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Viel Farbe. Und jetzt auch mehr Platz. Stefanie Weber und Moki Doki haben sich vergrößert. Trotz oder auch wegen Corona.

Remscheid. Corona traf Stefanie Weber genauso hart wie den gesamten Bekleidungseinzelhandel. Zumindest anfangs.

Von Sven Schlickowey

Seit einigen Jahren betreibt sie ihr eigenes Modelabel Moki Doki, verkauft ihre selbstgenähte Sachen vor allem auf Kunsthandwerkermärkten. Vor gut drei Jahren eröffnete sie zudem ein Geschäft in Remscheid-Hasten. „Ich habe beides parallel betrieben, das lief ganz gut“, sagt die 49-Jährige rückblickend. Bis Corona kam. Heute, diverse Lockdowns und Einschränkungen später, sind Moki Doki und Stefanie Weber nicht nur noch da, die beiden machen sogar den nächsten Schritt: Am Samstag eröffnete das neue Geschäft. Doppelt so groß wie das alte.

„Am Ende hat sich Corona für mich positiv ausgewirkt“, sagt Weber inzwischen. Auch wenn das anfangs nicht abzusehen war. Quasi über Nacht seien die Märkte abgesagt worden, kurz darauf musste sie den Laden zuschließen. Doch Weber wusste sich helfen. Anfangs nähten sie Masken („Das hat mich über den ersten Lockdown gerettet“), darüber kam sie mit neuen Kunden ins Gespräch. Im zweiten Lockdown bot sie ihre Sachen übers Internet an. „Dabei sind viele persönliche Kontakte zustande gekommen.“

So konnte Weber ihre Fangemeinde und Kundschaft erweitern – und das über das Bergische und die Besucher von Kunsthandwerkermärkten hinaus. Inzwischen verschicke sie Artikel bis nach Bayern, berichtet sie. Und mehr Kunden fänden inzwischen den Weg in den Laden. Dass sie dafür eine Stunde Autofahrt auf sich nehmen, sei keine Seltenheit.

Was wohl auch dem Sortiment geschuldet ist, das es so nicht an jeder Ecke gibt. Moki-Doki-Klamotten sind meist bunt und auffällig gemustert. „Viel Farbe und alles was, fröhlich macht“, beschreibt die Schöpferin ihre eigenen Werke. Angefangen hatte sie einst mit Kinderkleidung, inzwischen gibt es auch viele Kleidungsstücke für Damen. Die Stoffe, die Stefanie Weber verwendet, sind in beiden Fällen die gleichen.

Hinzu kommen Geschenk- und Dekoartikel, bunte Gummistiefel und auch ein paar zugekaufte Stücke, zum Beispiel vom Label Blutsgeschwister. Skandinavische Kinderkleidung vom dänischen Label Småfolk folgt bald, außerdem näht Weber auch nach Vorgabe: „Man darf mir alle Wünsche antragen, ich guck dann, ob ich es mache.“

Obwohl Stefanie Weber ihren Weg durch die Corona-Krise gefunden hat, auch dank digitaler Medien, hofft sie darauf, dass sich bald alles wieder normalisiert. Über Instagram oder Whatsapp Kontakt zu halten sei schön, sagt sie. Persönliche Besuche im Laden aber viel schöner: „Ich brauche den direkten Kontakt.“ Mit dem neuen Geschäft hat sie nun nicht nur mehr Auswahl, sondern auch mehr Platz für Besucher. Die Vorfreude darauf ist ihr deutlich anzumerken: „Wenn mich Kunden hier besuchen, kann das mit Käffchen und Sektchen auch schon mal eine Stunde dauern.“

Moki Doki, Hastener Straße 72, Remscheid, Montag bis Donnerstag, 10 bis 14 Uhr, Dienstag und Donnerstag auch 16 bis 18.30 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr.

mokidoki.de

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