Konzert

Zuhörer erleben Sternstunde mit zwei Ausnahmemusikern

Maren und Jan Donner verzauberten das Publikum in den Räumen der Volksbank mit ihrer Musik.
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Maren und Jan Donner verzauberten das Publikum in den Räumen der Volksbank mit ihrer Musik.

Geschwister Maren und Jan Donner stellten auf Einladung der Lions Clubs Remscheid und Lennep ihre CD „Meanwhile“ vor.

Von Peter Klohs

Die Geschwister Maren und Jan Donner haben oft miteinander Musik gemacht. So spielten beide jahrelang im Lüttringhauser Posaunenchor. Aber gemeinsam eine CD aufzunehmen ist dem musikalischen Duo erst 2021 gelungen. Auf Einladung des Lions Club Remscheid sowie des Lions Club Wilhelm Conrad Röntgen stellten die Geschwister ihre CD „Meanwhile“ in den Räumen der Volksbank im Bergischen Land am Tenter Weg vor. Cornelia Heynen, Präsidentin des Lions Clubs WCR begrüßte rund 50 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kunst und Gesellschaft.

Maren Donner ist nicht nur eine ausgewiesen sensible Pianistin und auf die Liedbegleitung spezialisiert, sie ist darüber hinaus Musik- und Instrumentalpädagogin. Sie spielt mehrere Instrumente, inklusive des Euphoniums. Ihr Bruder Jan begann seine musikalische Laufbahn am Klavier, entdeckte aber schnell die Familie der Posauneninstrumente für sich. Er ist Posaunist an der Deutschen Oper in Berlin und ein gefragter Dozent.

Wie die CD „Meanwhile“ begann das einstündige Konzert mit „Acht letzte Blätter“ op. 10 von Richard Strauss, die jener am Ende des 19. Jahrhunderts nach Gedichten des Poeten Hermann von Gilm geschrieben hatte. Die Titel der zum Teil nur knapp zweiminütigen Skizzen sagen genug über die melancholische, zeitweise auch ins Jenseitige orientierte Tonsprache des Komponisten: „Die Nacht“, „Geduld“ oder „Allerseelen“ heißen sie.

Jan Donner spielt sein Instrument mit einer hinreißenden Leichtigkeit in Ton und Ausdruck, was der verschatteten Musik von Richard Strauss sehr gut zu Gesicht steht. Maren Donner unterlegt das vernebelte Soloinstrument am Piano mit einem aus feinsten Nuancen gewebten Töneteppich. Sie begleitet die Posaune nicht, sie erhöht sie. So haben die Zuhörer die seltene Gelegenheit, zwei Ausnahmemusiker in beinahe mystischem Zusammenspiel zu erleben, eine Sternstunde im wahren Sinne.

Mit „Time“ von Tobias Schütte erklang modernere Musik, die jedoch weit von Atonalität entfernt ist, auch wenn zuweilen das Stilmittel des tonlosen Blasens bei der Posaune angewendet wird. Das dreisätzige Werk, bei dem im letzten Abschnitt leichte spanische Anklänge zu hören sind, entpuppte sich als kurzweilige, virtuose Musik.

Mit drei Kompositionen von Robert Schumann endete der musikalische Nachmittag bei schönstem Sommerwetter hoch romantisch. Die ausgewählten Stücke hinterließen einen leicht wehmütigen Eindruck vom Frühherbst.

Mit der Zugabe, dem Bergischen Heimatlied, zeigten die Geschwister Donner auf, wo ihre Heimat ist. Großer Applaus belohnte das Duo.

Vielleicht dauert es mit der 2. CD ja nicht so lange.

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