Museum in Solingen besteht seit fünf Jahren

Zentrum für verfolgte Künste ist eine Marke

Die Aufsichtsratsvorsitzende der Betreiber GmbH, Dorothee Daun, und Direktor Jürgen Kaumkötter. Foto: Christian Beier
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Die Aufsichtsratsvorsitzende der Betreiber GmbH, Dorothee Daun, und Direktor Jürgen Kaumkötter.

Im Meistermann-Saal hängen viele Bilder von Künstlern, die in der Zeit der Nazi-Diktatur verfolgt wurden, verboten waren oder in Konzentrationslagern getötet wurden.

Von Philipp Müller

Solingen. Mittlerweile sei das Zentrum für verfolgte Künste im Haus eine Marke in Sachen Erinnerungskultur. Dies gelte weit über Solingen, über die Grenzens Deutschlands hinaus, sagt Dorothee Daun. Sie ist Vorsitzende des Aufsichtsrats der GmbH, unter deren Dach das Zentrum betrieben wird. Auch viele Gäste aus Remscheid und dem Umland zählen zu den Besuchern des Zentrums.

Der Anlass für Dauns Bilanz ist der 8. Dezember. Vor fünf Jahren ging das Zentrum an den Start. Zu Beginn habe es einen Workshop gebraucht, um alle Ideen zu bündeln. Da sind die beiden Eigentümer, der Landschaftverband Rheinland zu zwei Dritteln und die Stadt Solingen zu einem Drittel auf der einen Seite. Auf der anderen standen seit 2004 zwei Stiftungen, die unter einen Hut zu bringen waren. „Das war eine lange und schwere Geburt seit 2004“, blickt Daun zurück.

Daneben habe es auch verschiedene Interessen gegeben, die auf einen Nenner gebracht werden mussten. Alle hätten ihre Vorstellungen gehabt. Dazu ging es auch um die finanzielle und rechtliche Absicherung. Daun dankt da besonders den beiden Solingern Thomas Busch und Dr. Dieter Fervers. Der Unternehmer und der Experte für steuerliche Ausgestaltungen führten hinter den Kulissen Vermögen für die Stiftungen zusammen, so dass ab 2015 auch gearbeitet werden konnte.

Internationale Kontakte sind beispiellos

Bildende Kunst, Literatur, Film, selbst die „Neunte Kunst“, die Karikatur, seien alles Aufgabenfelder für das Zentrum. Der Direktor, Jürgen Kaumkötter – er war damals der Kurator des Museums – und sein Vorgänger, Dr. Rolf Jessewitsch, nutzen die offene Ausrichtung für viele Ausstellungen. Dazu gehören auch die internationalen Kontakte. „Es ist beispiellos, wie das gelungen ist, sich mit Polen, Israel, Belgien, Frankreich und den USA zu vernetzen“, lobt Daun die Arbeit Kaumkötters und die von Jessewitsch. Kaumkötter führt dies auch auf den Workshop zu Beginn zurück.

Jetzt will er die Außendarstellung des Hauses verbessern, das Gebäude als Zentrum optisch sichtbarer machen. Zudem ist er der Meinung, das Zentrum könne noch besser in der Stadtgesellschaft verankert werden. Dazu habe sich gerade ein Förderverein gegründet.

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