Jede Menge Konzerte

Haus Eifgen steht vor einer großen Open-Air-Saison im Biergarten

In Stuttgart beheimatet, aus Johannesburg stammend: Die südafrikanische Sängerin Thabile tritt am 7. August im Eifgen auf.
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In Stuttgart beheimatet, aus Johannesburg stammend: Die südafrikanische Sängerin Thabile tritt am 7. August im Eifgen auf.
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Africa Day, Birth Control bis zu den Wasserfuhr-Brüdern: Alle sind sie in der kommenden Zeit in Wermelskirchen zu hören.

Von Andreas Weber

Wermelskirchen. Die schönste Open-Air-Bühne im Bergischen hat ein lauschiges Plätzchen unter schattenspendenden alten Kastanien. Im Biergarten von Haus Eifgen (neben dem Eifgen-Stadion) in Wermelskirchen geht es diesen Sommer richtig ab. Quer durch alle Genres mit Rock, Country, Jazz, Blues, Folk, African und Latin Music füllt die Kulturinitiative Wermelskirchen einen hochkarätigen, international geprägten Terminkalender. Der Verein hatte das lange leerstehende Ausflugsziel 2019 gemietet und zu einem Kulturzentrum ausgebaut, das im Mai 2019 von der Genossenschaft „Kulturhaus Eifgen“ gekauft und an die gemeinnützige Initiative verpachtet wurde.

Corona kam dazwischen, aber mittlerweile geht es drinnen wie draußen mit Konzerten Schlag auf Schlag. Die Pandemie hatte im Nachhinein etwas Gutes für die Macher. Sie sind Mitglied im Verband soziokultureller Zentren und erhalten Unterstützung durch die Neustart-Programme des Bundeskultusministeriums.

2022 fließen fast 50 000 Euro an die Kulturinitiative, die diese in Veranstaltungen umsetzt. So können Vorsitzender Michael Dierks und seine Mitstreiter zum Beispiel Auftritte der sechsköpfigen Caribbean-Latin-Jazz-Band Los Pipos (Sonntag, 17. Juli) und des britisch-norwegischen Bluesrock-Gitarristen Krissy Matthews (Sonntag, 31. Juli) ermöglichen. Los Pipos kosten fünf Euro, bei Krissy Matthews ist der Eintritt aufgrund der Förderung frei. So es die Witterung zulässt, sollen alle Veranstaltungen bis in den Frühherbst im Biergarten von Haus Eifgen stattfinden.

Vor der 7 x 8-Meter großen Bühne finden unter Bäumen bis zu 500 Besucher Platz. Mehrere Überdachungen erlauben, dass bis zu 200 sogar bei leichtem Regen im Trockenen zuhören können. Am besten läuft der Ticket-Vorverkauf bisher bei Strange Kind Of Women, einer rein weiblichen Deep-Purple-Tribute- Band, die am 29. Juli zum dritten Mal seit 2019 im Eifgen vorbeischaut. Die fünf Italienerinnen können auf eine harte Fangemeinde zählen. 400 Karten sind bereits verkauft.

Weitere Highlights in den kommenden Monaten:

Africa Day (7. August; ab 12 Uhr; Eintritt frei) mit Singer-Songwriter Adjiri Odametey (Ghana), Tänzer und Percussionist Bamba Gueye (Senegal) und der südafrikanischen Afro-Pop-Sängerin Thabile; dazu gibt es Vorträge, Ausstellungen, Info- und Marktstände des Weltladens;

Birth Control (12. August, 18 Uhr; Eintritt: 20 Euro), die Deutschrock-Legenden gibt es immer noch; 56 Jahre nach ihrer Gründung hat das heutige Lineup um Peter Völler und Manni von Bohr (beide waren in den 70er-Jahren schon mal dabei) nach ungezählten Umbesetzungen gerade ihr neues Album „Open Up“ vorgelegt; Birth Control werden neben neuem Material natürlich ihren über 20-minütigen, wilden Überhit „Gamma Ray“ präsentieren;

Jane und Fargo (21. August, 17 Uhr; Eintritt: 24 Euro) bilden das Krautrock-Doppelpaket; die beiden Bands aus Hannover zählen zu den Urgesteinen der deutschen Rockmusik, Jane zu den Top-Sellern mit Verkäufen im Millionenbereich;

Jade MacRae & Mahalia Barnes (3. September, 18 Uhr; Eintritt: 22 Euro), australische Blues- und Soul-Power von zwei stimmgewaltigen Sängerinnen, die Ende August mit Joe Bonamassa auf einer musikalischen Mittelmeer-Kreuzfahrt unterwegs sind und bei ihrer Doppelshow den Sound von Etta James, Ray Charles, Sam Cooke und Dinah Washington neu erwecken;

Women Songwriters of Nashville (18. September, 18 Uhr; Eintritt: 12 Euro) - die US-Amerikanerinnen Lisa Sanders, Stephanie Groot, Ashley Norton, Karen „Brown Sugar“ Hayes beschließen ihre Europa-Tournee mit Mandoline, Violine, Gitarren und vierstimmigem Gesang;

Leif de Leeuw Band plays Allman Brothers (23. Sepember; 20 Uhr, Eintritt: 15 Euro) - der holländische Gitarrist Leif de Leeuw widmet sich mit seiner sechsköpfigen Band dem Southern Rock der Allman Brothers. Er folgt dabei den Vorbildern mit dem Setup: Zwei Schlagzeuger, Hammond-Orgel, zwei Gitarren sind die Zutaten für einen authentischen Allman-Brothers-Abend.

Heimspiel für Wasserfuhr-Brüder

Fast ein Heimspiel für die Wipperfürther Brüder Julian & Roman Wasserfuhr am 9. September (19 Uhr, Eintritt: 25 Euro); die Ausnahme-Jazzer bieten im Eifgen neben ihrem Hausbier Schnaff musikalisch Abwechselung: zu Trompete, Flügelhorn gesellt sich die Hammond-Orgel.

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