Begeisterung der Kinder ist groß

Sprache fördern mit den Lesetigern

Claudia Weidl und Melissa Emara (v.l.) waren mit der Geschichte vom Grüffelo in der Kita Regenbogenland zu Gast.
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Claudia Weidl und Melissa Emara (v.l.) waren mit der Geschichte vom Grüffelo in der Kita Regenbogenland zu Gast.

Die Vorlesepaten der Caritas setzen auf Interaktion.

Von Michelle Jünger

Mucksmäuschenstill sitzen die Kinder der Kita Regenbogenland da und lauschen der Geschichte „Der Grüffelo“, die an diesem Donnerstag von den Lesetigern der Caritas vorgelesen würde. Mit einem kleinen Klapptheater zeigt ihnen das Team die Bilder der Geschichte – und zieht die kleinen, wissbegierigen Hörerinnen und Hörer in ihren Bann.

Interaktiv und lehrreich leiten Melissa Emara von der Caritas und Ehrenamtlerin Claudia Weidl das literarische Kindertheater. Sie laden die Kinder immer wieder ein, die Bilder genauer anzugucken und dann zu überlegen, was denn als Nächstes passieren könnte. Wie sieht denn der Grüffelo aus? Was für ein Tier könnte der Grüffelo wohl sein? „Ein Grüffelobär!“, vermutet eines der Kinder. Doch wie er nun aussieht, wissen sie dann leider doch nicht.

Die Lesetiger stehen für sprachförderndes Vorlesen. „Die Kinder sollen zum Sprechen animiert werden“, beschreibt Melissa Emara das interaktive Programm. Es sei Ziel, neue Wörter oder Synonyme zu lernen. Dazu sollen sich die Mädchen und Jungen aktiv mit den gelesenen Geschichten auseinandersetzen. So lernten die Kinder der Kita Regenbogenland diese Woche, dass Wackelpudding auch Götterspeise heißen kann.

Wöchentlich besuchen die insgesamt 14 Vorlesepaten verschiedene Kitas, Grundschulen, Unterkünfte für Geflüchtete und Seniorenheimen und lesen vor. Wie hier im Regenbogenland sind es stets zwei Tiger, die mit den Geschichten die Kinder und auch die Erzieherinnen begeistern. Vor allem weil es dazu auch immer ein kreatives Rahmenprogramm gibt. Diese Woche wurde beispielsweise der Grüffelo von den kleinen Zuhörerinnen und -hörern im Anschluss gemalt.

Das dieses Mal mitgebrachte Kamishibai-Vorlesetheater sollte eigentlich eine Sonderaktion zum Welttag des Buches am 23. April sein, sagt Emara. Das musste jedoch aus pandemischen Gründen verschoben werden und wurde so zum „Frühlingsvorlesetag“. Da es nun so gut bei den Kindern ankomme, sollte es in Zukunft vielleicht häufiger Anwendung finden.

Ob mit Theater oder ohne, die Lesetiger seien seit Beginn ihrer Besuche im März eine großartige Bereicherung. „Sie passen einfach wunderbar in unser Konzept“, sagt die stellvertretende Leiterin des Kindergartens Silvia Kloy. Dort wird die Förderung und Entwicklung von Sprache intensiv unterstützt. Deshalb gebe es eine Bücherkiste der Stadtbibliothek, die die Kinder rege nutzen würden. So werde nicht nur in den Ruhepausen stets vorgelesen, sondern auch mal zwischendurch.

Die Kinder waren begeistert – genauso wie die Tiger

Auch dieses Mal ist das Fazit durch alle Altersgruppen hinweg positiv. „Das war so richtig super“, sagen mehrere Kinder begeistert und können den nächsten Donnerstag und die neue Geschichte mit dem Besuch von Vorlesepatin Claudia Weidl kaum erwarten.

Melissa Emara war selbst zum ersten Mal als Lesetiger mit dabei. Gebannt hätten die Kinder zugehört, selbst die erst Drei- bis Vierjährigen. Auch sie hätten sich eingebracht und kreativ mitgemacht. „Das ist leider nicht mehr normal, aber genau das wollen wir ja fördern“, sagt sie. Vielleicht könnte es auch mal ein Buchkino bei den Lesetigern geben. Das brächte eine ganz andere Interaktivität mit bewegten Bildern.

Die Lesetiger

Die Lesetiger der Caritas suchen auch weiterhin motivierte Vorleserinnen und Vorleser. Einzige Vorgabe für die Lesetiger ist eine vorliegende Corona-Schutzimpfung, damit sie auch in die Einrichtungen rein können. Fortlaufend können auch freiwillige Fortbildungsangebote besucht werden. Schulen, Kitas oder Seniorenheime können sich jederzeit per Mail bei Melissa Emara von der Caritas melden. Die Absprachen können auf den Unterricht abgestimmt sein oder offen gehalten werden, ganz nach Wunsch.

M.Emara@caritasverbandremscheid.de

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