Junge Stipendiaten sammeln Berufserfahrung

Sie dürfen ein Jahr lang Bergische Symphoniker sein

Nara Carballal Nogueira, Zhilong Liu und Ana Moreno Rosales (v. l.) freuen sich. Es fehlt: Ping-Hsuan Hsu.
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Nara Carballal Nogueira, Zhilong Liu und Ana Moreno Rosales (v. l.) freuen sich. Es fehlt: Ping-Hsuan Hsu.
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Tilla Clüsserath gibt Leitung der Orchesterakademie an Christian Leschowski ab.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Für Nara Carballal Nogueira war die Puccini-Oper „Madama Butterfly“ ein „Schock“, wie sie sagt. Die 28-jährige Violoncellistin durfte genauso wie der 22-jährige Zhilong Lui am Kontrabass mit den Bergischen Symphonikern im Teo Otto Theater auftreten – und das war eine ganz schöne Herausforderung, geben sie zu. „Es war sehr anstrengend, eine Oper zu spielen. Das ist etwas ganz anderes als ein Symphoniekonzert. Aber das war gut so“, findet Carballal Nogueira. Auch Lui möchte genau diese Erfahrungen sammeln – und findet es gut, dass er sich mit einem Musiker, der für ihn Pate steht, darüber austauschen kann.

Ana Moreno Rosales (Bratsche, 28) hat bereits im 2. Philharmonischen Konzert mitgespielt. „Es war eine super Atmosphäre. Publikum und Kollegen waren sehr nett.“ Alle drei werden auch kommende Woche Samstag, 8. Oktober, bei der italienischen Operngala im Theater zu hören sein. Sowie bei Sponsorenkonzerten und weiteren Terminen.

Mit Beginn der Saison 2022/23 haben wieder junge Talente im Orchester Platz genommen: die Stipendiatinnen und Stipendiaten. Neben den drei Erwähnten auch Ping-Hsuan Hsu. Eine fünfte Stelle wird noch ausgeschrieben. Hinzu kommt die Dirigierstipendiatin Lea Ray, die bereits die Schulkonzerte dirigiert hat. Die top ausgebildeten Musiker dürfen die Symphoniker nun ein Jahr lang begleiten und erhalten so erste Einblicke in ein Berufsorchester.

„Ein Orchester ist Teamarbeit. Das lernen sie im Studium nicht“, sagt Oboist Christian Leschowski. Im Studium lerne man eher, ein guter Handwerker zu sein. Aber die Zwischentöne, die Feinheiten – das lerne man nur im Zusammenspiel. Er sei selbst ein Profiteur der jungen Kollegen: „Sie bringen frischen Wind rein.“

Ab sofort leitet Leschowski die Akademie. Er löst damit Tilla Clüsserath ab, die seit 2003 Geschäftsführerin der Orchesterakademie war.

Die Organisation der Weiterbildungsakademie und Betreuung der Auszubildenden obliegt ehrenamtlich tätigen Symphonikern. Ein Kuratorium aus namhaften Unternehmerpersönlichkeiten Remscheids und Solingens berät und unterstützt den Vorstand der Akademie. Viele Firmen sponsern das Projekt, das seit 1999 bereits 145 Nachwuchsmusiker ausgebildet hat. Sieben von ihnen wurden übrigens im bergischen Orchester angestellt.

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