Erfüllter Traum

Saxofonist sorgt für Jam-Session in der Wohngemeinschaft

Traten als Duo auf: Bewohnerin Elisabeth Halip und Saxofonist Martin Kuske. Foto: Britta Kuske
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Traten als Duo auf: Bewohnerin Elisabeth Halip und Saxofonist Martin Kuske.

Martin Kuske trat gemeinsam mit Bewohnerin Elisabeth Halip auf. Der Lenneper kann auch für Feiern gebucht werden.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Für Elisabeth Halip aus der Hephata-Wohngemeinschaft an der Gerhard-Hauptmann-Straße ging bereits vorzeitig ein Weihnachtswunsch in Erfüllung: Sie durfte gemeinsam mit dem Lenneper Saxofonisten Martin Kuske (60) auftreten. Dafür hatte der Künstler, der sonst unter dem Namen „Too-Saxy“ solo oder mit seinen Bands Soul Food Company oder StaxMastwers auftritt, extra Show-Jackets mitgebracht. Schließlich sollte hier alles stimmen. Elisabeth Halip hatte bereits Wochen zuvor mit ihrem Schlagzeuglehrer Stephan Jung-König die gesamte geplante Weihnachtsplaylist geübt. Und das zahlte sich aus: Der Gig im Aufenthaltsbereich der WG war ein voller Erfolg, Publikum, Bewohner und Betreuer, völlig aus dem Häuschen. Und die Schlagzeugerin erst. Es kullerten sogar ein paar Tränen. . .

Jedes Jahr spielt der leidenschaftliche Hobby-Saxofonist Martin Kuske ehrenamtlich bei der Adventsfeier, um den Bewohnern etwas Freude zu schenken. „Das ist ein Spaß. Ich liebe es.“ Auch in Seniorenheimen und Kliniken spielt er gern. Zu Corona-Zeiten auch draußen, unter anderem in seiner Lenneper Siedlung. Zudem können ihn Interessierte für Hochzeiten, Geburtstage oder Feiern buchen. Das Repertoire umfasst sieben Stunden. Für Kinder zaubert er auch gern ein wenig nebenbei.

Als Kind lernte er zunächst die obligatorische Blockflöte, ehe er Klarinette bei „Herrn Hubel von den Symphonikern“ lernte. Dann trat das Saxofon in sein Leben. Nach der Meisterschule – Kuske lernte Zahntechnikermeister – stieg er wieder voll mit dem Saxofon ein. Aber warum dieses Instrument? „Es klingt einfach schön. Ich bin mehr der Jazzer, Funker, Souler, da ist das Saxofon sehr präsent. In den Soli kann ich mich gut ausdrücken. Auch der Klang des Tenorsaxofons gefällt mir.“ Dieses spiele er hauptsächlich, erzählt der Musiker, der daheim eine beträchtliche Sammlung von Instrumenten vorweisen kann. Darunter ist auch ein Selmer Mark IV Saxofon, das seit 30 Jahren nicht mehr gebaut wird. „Ich bin ein Spinner, ich habe acht Instrumente, obwohl ich nur eines spielen kann“, erzählt er lachend.

Auch nach so vielen Jahren lerne er stets weiter, sagt Martin Kuske. Dazu fährt er unter anderem regelmäßig zu Workshops mit Thorsten Skringer, dem Saxofonisten der TV-total-Band Die Heavytones.

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