Comic, Comedy und heute Fotografie

Ein Multitalent, das sich nicht als Künstler sieht: Thomas E. Wunsch

Thomas E. Wunsch (r.) hat schon manchen Promi getroffen, hier Sven Martinek, bekannt aus der RTL-Sendung „Der Clown“. Foto: Fredderik Collins
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Thomas E. Wunsch (r.) hat schon manchen Promi getroffen, hier Sven Martinek, bekannt aus der RTL-Sendung „Der Clown“.
  • Melissa Wienzek
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Mit Comiczeichnungen fing alles an, dann kam die Stand-up-Comedy, heute ist er Fotograf – Neues Promi-Projekt im Stadtpark.

Remscheid. Dieser Mann durchläuft eine ständige Metamorphose: Thomas E. Wunsch (53). Der gebürtige Remscheider hat sich in seinem bisherigen Leben immer wieder neu erfunden. Und sich dabei schon in viele künstlerische Bereiche vorgewagt – und das als Autodidakt. Zudem hat er auch gleich zwei Berufsausbildungen absolviert: als technischer Zeichner und als Graveur. Gearbeitet hat der Remscheider auch einst in der Pflege, jobbte früher in der Schmiede. „Ich wollte aber immer schon mein Ding machen“, sagt der Freigeist, den viele Remscheiderinnen und Remscheider kennen.

Schon als Kind zeichnete Thomas E. Wunsch gern. Sein bester Freund seit der Schulzeit ist übrigens Roberto Freire, der auch die „Knax“-Comics für die Sparkasse zeichnet. „Meiner Meinung nach der beste Karikaturist, den wir in Deutschland haben.“ Dann kam die Phase der Stand-up-Comedy im Theater in der Filmdose Köln mit seinem Bühnenprogramm „WunschsWelt“. Legendäre Abende mit Ralph Morgenstern sind ihm im Gedächtnis geblieben.

1998 hat sich Thomas E. Wunsch als Comiczeichner, Cartoonist und Illustrator selbstständig gemacht. Er zeichnete für das „Mad“-Magazin, für Warner Bros., aber auch Witze für die „Blitz-Illu“ oder die „Coupé“. Auch für die WZ schrieb der Tausendsassa. Doch die Fotografie begleitete ihn immer – und ließ ihn bis heute nicht mehr los. Neben zahlreichen Promis wie Erotikmodel und Moderatorin Micaela Schäfer oder Alexander Ludwig aus der Serie „Vikings“ fotografierte er auch bei Staatsempfängen, bei der Berlinale, und oft für die Stadt Remscheid.

Wunsch hat ein neues Projekt: „Artist in the park“

Das Portfolio umfasst auch Baustellenfotografie, Filmbegleitung und mehr. „Der Fotograf ist ein Voyeur“, sagt Wunsch. Menschen sind ihm dabei die schönsten Motive. Seine Leidenschaft ist die Beauty- und Fashionfotografie. Unbedarft kann der Fotograf allerdings nicht durch seine Umwelt streifen: Er sieht alles in Bildausschnitten.

Als Künstler begreift sich Thomas E. Wunsch allerdings nicht. Ohnehin werde das Wort „Künstler“ viel zu inflationär gebraucht, findet er. „Kunst kommt von Können. Und ich bin noch auf dem Übungsweg.“ Vieles lösche er auch – er sei zu selbstkritisch. Als Fotograf habe man es heutzutage schwer, sagt der 53-Jährige. „Jeder ist heute ein Fotograf mit seinem Smartphone.“ Zudem sei alles so schnelllebig. „Ein Foto muss in der ersten Sekunde zünden, sonst wird es weggewischt.“ Wunsch möchte etwas Bleibendes schaffen. Daher hat er bereits vier Bildbände, unter anderem über Schloss Burg oder 378 Remscheider, herausgebracht.

Kunst kommt von Können. Ich bin noch auf dem Übungsweg.

Thomas E. Wunsch sieht über sich selbst

Aktuell arbeitet er am Projekt „Artist in the park“. Dabei lädt er Schauspieler und Promis in den Stadtpark ein, der gleichzeitig sein Lieblingsort in Remscheid ist, macht Fotos, manchmal auch ein Video, einen Podcast. Schauspielerin Marina Welsch und Singer/Songwriter Morgan Finlay hat er schon abgelichtet. Zudem begleitet er seit 2004 die Bauarbeiten auf Schloss Burg. Auf Youtube gibt es dazu auch Videos. Und das Zeichnen? „Tue ich nur noch zum Entspannen.“

Übrigens: Wer sich immer schon gefragt hat, wofür das „E“ steht: „Für Eros“, sagt Thomas E. Wunsch lachend. Im Perso steht allerdings Ernst.

thomas-wunsch.com

„KuK Ma!“: Max Süss stellt Thomas E. Wunsch im Video bei „KuK Ma!“ vor.

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