Argumented Reality

Britta und Peter Wurm-Stiftung fördert den „Gläsernen Menschen“

Die „Gläserne Frau“ ist seit 1979 im Deutschen Röntgen-Museum. Bald wird sie abgelöst vom „Gläsernen Menschen“. Foto: Deutsches Röntgen-Museum
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Die „Gläserne Frau“ ist seit 1979 im Deutschen Röntgen-Museum. Bald wird sie abgelöst vom „Gläsernen Menschen“.

Investiert wird eine sechsstellige Summe im Deutschen Röntgen-Museum – Augmented Reality macht das Innere sichtbar.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Das Deutsche Röntgen-Museum entwickelt sich gefühlt jeden Tag weiter – ein Grund, warum Britta und Peter Wurm die Lenneper Institution kontinuierlich fördern. „Das Team ist wahnsinnig kreativ – im RöLab und im Museum. Das Deutsche Röntgen-Museum ist eine ganz tolle Einrichtung, die noch viel zu wenig bekannt ist“, sagt Dr. Britta Wurm, die selbst Medizinerin ist.

Nun fördert die Remscheider Britta und Peter Wurm- Stiftung das neue Projekt „Der Gläserne Mensch – Radiologisches Sehen lernen“ im Röntgen-Museum in Lennep mit einer sechsstelligen Summe. Das Projekt soll rund drei Jahre laufen und schrittweise ausgebaut werden, unter anderem mit Augmented Reality.

Den Auftakt macht der „Gläserne Mensch“ ab Mai kommenden Jahres. Bisher heißt die markante Vertreterin des radiologischen Sehens noch „Die Gläserne Frau“. Viele werden diese aus der alten Ausstellung im Untergeschoss kennen. Diese Abteilung wird gerade komplett umgebaut. Museumsleiter Dr. Uwe Busch hofft, dass der Trockenbau bald fertig ist. Der „Gläserne Mensch“ soll Teil der neuen Ausstellung „Moderne Medizinische Bildgebung“ werden.

Das besondere Exponat soll aber nicht nur Blickfang und Bezugspunkt sein. Als Idle-Animation führt sie alle Museumsbesucherinnen und -besucher an das radiologische Sehen heran. Die Animation läuft zeitlich abgestimmt mit dem Aufleuchten der inneren Organe im „Gläsernen Menschen“ und zeigt zu jeder Körperregion passende radiologische Bilder mit kurzen Beschreibungen und diagnostischen Erklärungen. Genau das ist der Wurm-Stiftung wichtig. „Wir fördern das radiologische Sehen“, erklärt Dr. Britta Wurm. Zudem profitieren nicht nur die Museumsgäste von diesen Einblicken, sondern auch angehende Medizinstudenten.

Denn die Universität Witten-Herdecke ist neuer Projektpartner des Deutschen Röntgen-Museums. Gemeinsam soll für die Studierenden eine ergänzende App „Der Gläserner Mensch – Radiologisches Wissen: Gestern-Heute-Morgen“ entwickelt werden. Angehende Mediziner sollen an die Geschichte der radiologischen Bildgebung herangeführt werden und dabei selbst entdecken, wie sich die medizinische Bildgebung mit ionisierenden und nicht-ionisierenden Strahlen von den Anfängen bis heute entwickelt hat – und vor allem, was künftig möglich sein wird.

In einer weiteren Ausbaustufe kann der „Gläserne Mensch“ auch als Augmented-Reality-Modell zu Hause oder in der Schule benutzt werden. Nach dem Museumsbesuch oder auch unabhängig davon kann dabei radiologisches Sehen spielerisch gelernt und vertieft werden. „Das wird wieder eine tolle Sache“, freut sich Museumsdirektor Dr. Uwe Busch. 2022 sollen dann auch die neuen Rechner und die neuen Info-Systeme kommen.

Die Förderung der Wurm-Stiftung sei eine Wertschätzung der täglichen Arbeit im Museum, und somit auch des Teams, das stets viele Ideen habe, sagt Dr. Busch. „Und dass wir mit der Wurm-Stiftung eine Remscheider Institution haben, die sich für uns einsetzt, ist einfach toll.“

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