Theater

Puppenspieldrama: Freund deckt dunkle Familiengeheimnisse auf

Die Bühne Cipolla aus Bremen ist bekannt für ihr expressives Figurentheater. In Remscheid zeigt sie „Untergang des Hauses Usher“. Foto: Benjamin Eichler
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Die Bühne Cipolla aus Bremen ist bekannt für ihr expressives Figurentheater. In Remscheid zeigt sie „Untergang des Hauses Usher“.

Sven Graf, künstlerischer Leiter des Teo Otto Theaters, erklärt, warum das Publikum unbedingt „Untergang des Hauses Usher“ sehen sollte.

Das Gespräch führte Melissa Wienzek

Remscheid. Herr Graf, das Teo Otto Theater zeigt kommenden Donnerstag „Untergang des Hauses Usher“. Worum geht es dabei?

Sven Graf: ,Untergang des Hauses Usher‘ ist ein Klassiker von Edgar Allan Poe, einem Autor, der eher der dunklen Literatur in Richtung Horror zugetan war. Ähnlich ist es mit dem Theaterstück. Darum geht es: Roderick Usher liegt im Sterben und bittet einen alten Freund, ihn noch einmal auf seinem Schloss zu besuchen. Besagter Freund sagt zu – und deckt mit der Zeit auf, dass scheinbar das ganze Geschlecht Usher ausstirbt. Roderick ist der letzte. Wahrscheinlich hat es mit einem Familienfluch zu tun. . . So deckt der Freund Schritt für Schritt dunkle Familiengeheimnisse auf.

Das Stück wird vom Kultursekretariat NRW Gütersloh gefördert. Was ist das Sekretariat und was macht es?

Graf: Die Stadt Remscheid ist seit Anfang letzten Jahres Mitglied im Kultursekretariat NRW Gütersloh. Früher war sie Mitglied im Kultursekretariat Wuppertal. Es handelt sich um zwei vollkommen unterschiedliche Organisationen, es herrscht auch keine räumliche Zugehörigkeit. Leitsatz des Kultursekretariats NRW Gütersloh ist es, eine hochkarätige Aufführung zu fördern, die es im Verkauf zuweilen schwer hat. Es handelt sich dabei um eine Ausfallförderung. Im Kultursekretariat NRW Gütersloh herrscht das ,Bottom-up-Prinzip‘: Das heißt, es gibt dort keinen Intendanten, der entscheidet, was gefördert wird, sondern es gibt Arbeitskreise der Städte, die entscheiden. Das heißt, hier sitzen genau die Leute am Tisch, die das Stück auch später einkaufen – so auch ich, worüber ich sehr glücklich bin. Die Fördermöglichkeiten stehen übrigens allen Remscheider Kulturschaffenden offen. Eine tolle Unterstützung für die Kultur!

Warum sollte die Remscheiderinnen und Remscheider, und gern auch Gäste aus dem Umland, unbedingt „Untergang des Hauses Usher“ sehen?

Graf: Erstens, weil die Inszenierung mit dem Monica Bleibtreu Preis 2019 ausgezeichnet wurde – was ein absolutes Qualitätsmerkmal ist. Zweitens haben mit der Bühne Cipolla wirkliche Experten, die das Puppen- und Maskentheater aus der Kinderecke rausholen. Im Übrigen hat das klassische Puppentheater eine lange Tradition und ist keineswegs nur für Kinder gedacht. Das Stück ist eine Mischung aus Schauspiel, Puppen- und Maskenspiel gemeinsam mit Livemusik. Diese Mischung lässt eine magische Symbiose entstehen. Es wird ein unglaublich atmosphärischer, spannender Abend, der einen schwanken lässt zwischen Spannung, ein wenig Grusel, dann aber auch wieder befreit auflachen lässt.

Karten & Regeln

Termin: Donnerstag, 10. Februar, 19.30 Uhr, im Teo Otto Theater

Karten: Eintrittskarten kosten 25 Euro, Jugendtickets 5 Euro. Erhältlich an der Theaterkasse, unter Tel. (0 21 91) 16 26 50 oder im Webshop des Theaters: theaterticket.remscheid.de

Corona-Regeln: Es gilt die 2-G-Regel. Zudem muss auch während der Vorstellung eine FFP2-Maske getragen werden. Getränke gibt es nur im oberen Foyer im separaten 2-G-Plus-Bereich.

teo-otto-theater.de

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