Ausstellung

Maria Müller zeigt originale Schwarz-Weiß-Fotos aus den 60ern

Maria Müller zeigt auch Surreales im Center.
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Maria Müller zeigt auch Surreales im Center.
  • Melissa Wienzek
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Die Leidenschaft der Fotografin ist das Analoge – Im KuK-Ladenlokal im Allee-Center stellt sie nach langer Zeit wieder aus.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Das sieht man heute im Smartphone- und Instagram-Zeitalter wirklich nur noch selten: Originale Schwarz-Weiß-Fotografien aus den 60er- und 70er-Jahren zieren ab sofort das kleine Ausstellungsladenlokal von „Kunst und Kultur in Remscheid (KuK) im Allee-Center. Die Fotografin Marion Müller gewährt hier einen Einblick in ihre Leidenschaft: die analoge Schwarz-Weiß-Fotografie. Vor allem ausdrucksstarke Porträts von interessanten Menschen sind zu sehen. Die Fotografien, die zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder ausgestellt werden, sind teils über 60 Jahre alt - aber noch erstaunlich gut erhalten, keines ist verblasst oder vergilbt. „Offenbar habe ich das mit dem Fixieren damals richtig gemacht“, erzählt Maria Müller lachend, die heute nicht mehr analog, sondern digital fotografiert. Aber ihr Herz gehört dem Analogen. Sie findet: „Farbe nimmt oft den Eindruck dessen weg, was man zeigen will.“

Die Fotografien aus den 60ern und 70ern sind top erhalten.

Ihre Objekte kommen ihr heute dabei eher zufällig vor die Linse, sie suche nicht danach. So war es auch mit der Grille, die tot auf ihrem Tisch thronte. Im Center stellt sie dazu auch surreale Fotos aus. Die Grille, die sie an ihr Wasserglas gesetzt hat, steht unter dem Titel „Der letzte Tropfen“. Ansonsten haben die Werke bewusst keinen Titel - zu einengend.

Auch das Eis, das langsam schmilzt und dabei schier fantastische Formen annimmt, hat die Fotografin in Szene gesetzt. Bei längerem Hinsehen findet der Betrachter immer wieder etwas Neues. „Ich spiele gern mit Formen und Farben und mit der Fantasie. In so etwas Simplem liegt so viel Schönes“, erzählt die gelernte Fotografin, die einst zur Werkhaus-Gruppe und zum Fotoclub 64 gehörte. Als Fotografin sehe sie Dinge, die andere nicht sehen. „Und ich stelle sie gerne auf den Kopf.“ Zu sehen ist auch eine Foto-Collage eines Kindes am Wasser. „Mit der Collage erzeuge ich eine neue Realität“, erklärt die 1949 geborene Velberterin, die in Wuppertal ihren Fan und späteren Ehemann kennenlernte: Hans Georg Müller. Das transparente Kind zeigt die Verletzlichkeit, die natürliche Empfindsamkeit eines Menschen. Das Wasser verstärkt dies noch: Alles ist in Bewegung.

Meet the Artist: Maria Müller ist immer samstags von 11 bis 13 Uhr im KuK-Ladenlokal.

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