Kooperation

Luftsportler und Musiker reisen ostwärts

Die Kooperationspartner des Bündnisses „Sport trifft Kultur“ um Klaus Matthies, David Schmidt (2.u.3.v.l) und OB Mast-Weisz (2.v.r). Foto: Michael Sieber
+
Die Kooperationspartner des Bündnisses „Sport trifft Kultur“ um Klaus Matthies, David Schmidt (2.u.3.v.l) und OB Mast-Weisz (2.v.r).

REMSCHEID Es soll ein enges, verzahntes Miteinander werden. „Sport trifft Kultur“ nennen der Fallschirmclub Remscheid und die Schule für Musik, Tanz und Theater ihre Kooperation, die sie künftig intensivieren möchten.

Von Anja Carolina Siebel

Mit dem Sachsentag im Juli in Lennep hatte alles begonnen. Klaus Matthies hatte als Vorsitzender des Fallschirmclubs seinerzeit die Idee, David Schmidt von der Lenneper Jugend-Musik- und Kunstschule am Rotationstheater zog begeistert mit.

Entstanden ist ein guter Kontakt. Und die nächste gemeinsame Aktivität ist schon zum Greifen nah: Vom 4. bis 13. Oktober werden das Jugend-Balalaika-Orchester Druschba, das Schmidts Vater Johannes ins Leben rief, und Mitglieder des Fallschirmclubs zusammen nach Moskau und St. Petersburg aufbrechen, dort Musik machen und Sport treiben. Schirmherr des ungewöhnlichen Ost-West-Dialogs ist Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, finanziell unterstützt wird er durch die Sparkasse.

„In Moskau werden wir drei Auftritte mit dem Orchester haben, in St. Petersburg eins“, kündigt David Schmidt an. Weiter steht ein Besuch des berühmten Bolschoi-Theaters in Moskau auf dem Reiseplan. Die Konzerte sollen zum Teil zusammen mit dem Orchester der Strawinsky-Musikschule stattfinden, ein Partner-Orchester von Druschba, „Die russischen Jugendlichen waren zuletzt 2014 bei uns zu Gast und es gab einen Auftritt im Teo Otto Theater“, sagt David Schmidt. 1974 gründete Johannes Schmidt das Jugend-Balalaika-Orchester Druschba. Das Ziel war, russische Volksmusik auf „echten“ Instrumenten zu spielen, aber auch Nationen zu verbinden. „Diese Idee greifen wir gern auf“, sagen Klaus Matthies und David Schmidt. „Hauptthema des Besuchs wird das 70. Jahr des Kriegsendes“, sagt Schmidt. „Man muss sich bewusst darüber sein, dass das, was wir als Befreiung ansehen, die andere Seite als Sieg begreift.“ Die Verbindung nach Russland besteht schon lange. Es gab bereits einige Auftritte des Orchesters Druschba dort.

„Wir werden natürlich auch springen. Vielleicht sogar auf den Roten Platz.“
Klaus Matthies

Neu ist die Verbindung zum Sport durch den Fallschirmsport. „Sport und Kultur gehören zusammen, sind eigentlich eins“, sagt Klaus Matthies. Neben den 30 jungen Musikern im Alter von sechs bis 19 Jahren und ihren erwachsenen Begleitern werden zehn Fallschirmspringer aus ganz Deutschland bei der Reise dabeisein. „Wir werden natürlich dort auch springen, vielleicht sogar auf den Roten Platz“, scherzt Matthies.

Als Schirmherr der jungen Kooperation, die nicht nur Kunst und Sport verzahnen sondern auch die Nationen verbinden soll, gewannen die Initiatoren Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. „Gerade im Hinblick auf das eher frostige großpolitische Verhältnis zwischen Russland und Europa sind es menschliche Begegnungen wie diese, die Grenzen überwinden können.“

Welche Grenzen die Partner noch gemeinsam überwinden, steht noch nicht fest. „Erst einmal kommt diese Reise.“

SACHSENTAG

PREMIERE Am 11. Juli feierten de Lenneper auf zwei Bühnen auf dem Alten Markt den Sachsentag. Die Idee stammte von Klaus Matthies, David Schmidt holte er mit ins Boot. Jetzt wollen beide mehr auf die Beine stellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Andrea Preker: „Die Klosterkirche ist eine wandelbare Eventbox“
Andrea Preker: „Die Klosterkirche ist eine wandelbare Eventbox“
Andrea Preker: „Die Klosterkirche ist eine wandelbare Eventbox“
Karin Pagmar beeindruckt als Zarah Leander
Karin Pagmar beeindruckt als Zarah Leander
Karin Pagmar beeindruckt als Zarah Leander

Kommentare