Kunst

Ins-Blaue-Vorsitzende Katja Wickert stellt im Schloss aus

So kennt man sie: immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Katja Wickert ist Vorsitzende der Kulturwerkstatt Ins Blaue.
+
So kennt man sie: immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Katja Wickert ist Vorsitzende der Kulturwerkstatt Ins Blaue.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
    schließen

Alles ist im Wandel: Die Künstlerin zeigt Arbeiten aus Naturmaterialien - und nimmt damit auch Bezug auf den Klimawandel.

Remscheid. Seit sechs Jahren haucht sie dem Honsberg neues Leben ein. Versucht, die Kulturen zusammenzubringen, für Völkerverständigung über die Kunst und einen aufstrebenden Stadtteil zu sorgen - und ist dabei selbst stets bescheiden. Katja Wickert hat die Kulturwerkstatt Ins Blaue mitaufgebaut und sorgt dafür, dass Künstler die Galerie an der Siemensstraße beleben, dass es im Nachbarschaftswohnzimmer wohnlich wird, Studenten in der Halskestraße ihre Träume verwirklichen können oder gräbt sich durch die Förderanträge von Land und Bund. Und ist vor allem eine Netzwerkerin, das Gesicht der Künstlerkolonie. So kennt man sie: immer mit einem Lächeln auf den Lippen und einer wertschätzenden Grundhaltung gegenüber Natur, künstlerischem Schaffen, Ansichten und dem Sein an sich.

Die Wülfratherin ist aber vor allem eines: selbst Künstlerin. Katja Wickert wurde am 1964 in Fulda geboren. Nach dem Studium der Pharmazie begann sie 2001 das Studium der Malerei und Graphik an der Freien Akademie der bildenden Künste in Essen, das sie 2007 mit Auszeichnung beendete - sie war Meisterschülerin von Stephan Paul Schneider. Von 2006 bis 2013 übernahm sie zudem Projektleitungen im NRW-Landesprogramm Kultur und Schule. 2016 eröffnete Katja Wickert ihr Atelier in Remscheid - und verlor ihr Herz an den Honsberg.

Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen folgten. Jetzt hat die Künstlerin seit sechs Jahren wieder eine Einzelausstellung: „Irgendwo - dazwischen“ auf Schloss Burgau in Düren. Noch bis zum morgigen Sonntag ist diese zu sehen. Der Eintritt ist frei. Sie stellt dort Objekte, Installationen, Fotografien, Papier- und Leinwandarbeiten aus - vorwiegend aus Naturmaterialien wie Blätter, Fichtennadeln und –zapfen, Steine, Maispflanzen, Vogeleier. Dazu kommen Wachs als bewahrendes Medium oder auch Beton als Symbol des Verschlusses und Bewegungslosigkeit.

Ihre Objekte verstehen sich als Artefakte: So steht die Linde für den Zusammenhalt in der Gemeinschaft, die Fichte für den sichtbaren Klimawandel, Gingko für die Urpflanzen oder der Futter- und Energierohstoff Mais für dessen extremen Wasserverbrauch. Für Katja Wickert hängt alles miteinander zusammen. Das Werden, Fließen und Vergehen. „Alles ist dynamischem Wandel unterworfen, nichts bleibt, alles kann sich umkehren, oben kann zu unten werden, innen zu außen und umgekehrt“, erklärt sie.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Sie rettet das Familiencafé „Kamelinchen“
Sie rettet das Familiencafé „Kamelinchen“
Sie rettet das Familiencafé „Kamelinchen“

Kommentare