Ausstellung

Im Tuchmuseum laufen die Fäden in Kunstwerken zusammen

Franz Werner von Wismar präsentiert die Werke von Textilkünstlerin Gabi Heimann. Sie bestehen alle aus Fäden.
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Franz Werner von Wismar präsentiert die Werke von Textilkünstlerin Gabi Heimann. Sie bestehen alle aus Fäden.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Neue Sonderausstellung von Gabi Heimann ist bis Ende November zu sehen – Es gibt auch wieder Führungen.

Remscheid. Der entzückende Rücken einer Prima Ballerina schmiegt sich sanft an ein mit Gold verziertes Blatt: 35 außergewöhnliche Stoffkunstwerke der Mendener Künstlerin Gabi Heimann zeigt das Lenneper Tuchmuseum ab sofort unter dem Titel „mit Fäden spielen“. Es ist die erste Sonderausstellung in diese Richtung, sagt Franz Werner von Wismar. Aber Achtung! Es sind keine Quilts, sondern ein Treffen verschiedener Materialien, künstlerisch in Szene gesetzt. Wer genau hinsieht, wird immer neue Details erkennen.

Beim Werk „Erinnerungen“ hat Gabi Heimann Ecoprint, Kalligraphie und Handstickerei auf weißem Stoff zusammengebracht. Beim großformatigen Werk „Different people“ hat sie Zeitungen, die sie in Urlauben auf der ganzen Welt gesammelt hat, mit Organza und Handstickerei auf den Stoff gesetzt. Und der kommt mit einer Aussage daher: „Different people, different languages, different religions, but only one world where we all live in“. Ein Hingucker ist auch „Inferno“, ein Werk, das aktueller nicht sein könnte: Auf feuerrotem Stoff prangen schwarze Bäume, deren Borke mit der Maschine gestickt wurde. Teilweise sind die Werke käuflich erwerbbar.

Den Titel der Ausstellung, „mit fäden spielen“, habe sie ganz bewusst gewählt, sagt Gabi Heimann. Bestehen die Arbeiten doch alle aus Fäden. „Sei es der verwendete Stoff, der aus vielen Fäden gewoben wird, oder das Näh- und Stickgarn in verschiedene Stärken. Aber auch Papier besteht im weitesten Sinne aus Fäden, zum Beispiel, wenn zur Herstellung Altkleider verwendet wurden.“ Die Verwendung von all diesen Materialien und noch einigen anderen ermögliche es ihr, Gedanken, Emotionen, aber auch die Welt künstlerisch darzustellen.

Ihre Stoffe färbt, bemalt und bedruckt die Mindenerin selbst. „Je nach gewünschtem Effekt kommen dabei die unterschiedlichsten Techniken zur Anwendung, wie zum Beispiel Sieb- und Schablonendruck, Monotypie oder Reservierungstechniken.“

Aber nicht nur die Gestaltung des Stoffes macht ihre Arbeiten aus, sondern Fäden als Näh- und Stickgarn spielten eine genauso wichtige Rolle. „Mit ihnen kann ich Akzente setzen, neue Strukturen schaffen, und so der Arbeit eine weitere Dimension hinzufügen.“

Zu sehen: Gabi Heimanns Ausstellung „mit Fäden spielen“ ist bis Ende November im Tuchmuseum, Hardtstraße 2 in Lennep, zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags 12 bis 16 Uhr, sonntags 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung: Tel. (0 21 91) 7 91 16 88. Eintritt frei. Die Dauerausstellung ist natürlich immer zu sehen.

Führungen: Das Tuchmuseum bietet auch Führungen an. Für eine Gruppe von maximal 15 Personen kostet dies 40 Euro, für Schulklassen 35 Euro. Der Zeitpunkt erfolgt nach telefonischer Absprache. Catering bietet das Team derzeit nicht an.

tuchmuseum.de

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