Chorprojekt

Freude am Singen kennt kein Alter

Kantorin Ursula Wilhelm freut sich auf das nächste ökumenische Chorprojekt. Foto: Roland Keusch
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Kantorin Ursula Wilhelm freut sich auf das nächste ökumenische Chorprojekt.

REMSCHEID Ursula Wilhelm und Dieter Leibold laden zum nächsten ökumenischen Chorprojekt ein.

Von Stefanie Knupp

Singen ist Herzenssache – so lautet nicht nur der Titel, sondern auch das Motto des nächsten Chorprojektes, das Ursula Wilhelm und Dieter Leibold auf die Beine gestellt haben. Die beiden Kantoren, Wilhelm in der evangelischen Stadtkirche, Leibold im katholischen St. Suitbertus, zeigten schon in der jüngeren Vergangenheit, was man gemeinsam erreichen kann. Der Zyklus „Lichte Stille“ wurde zum Erfolg. „Unsere ökumenische Zusammenarbeit hat sich bewährt“, sagt Ursula Wilhelm. Und deshalb wolle man auch weitermachen.

Das neue Angebot richte sich an alle, die nicht mehr im Berufsleben stehen und auch gerne am Nachmittag proben möchten. Damit seien zwar Senioren gemeint, aber auch wer erst 60 ist, dürfe selbstverständlich mitmachen. „Wir berücksichtigen bei dem Projekt auch das Älterwerden der Stimme“, erklärt Wilhelm. Wie der gesamte Körper altere eben auch das Sangesorgan.

Die Körperspannung kann nachlassen, der Stimmumfang abnehmen, man müsse öfter atmen. „Aber das ist alles ganz normal und kein Grund, mit dem Singen aufzuhören“, betont die Kirchenmusikerin ausdrücklich. Stimmbildnerisch könne man kleine Unwegsamkeiten ausgleichen, auch die richtige Notenauswahl erleichtere das Mitsingen.

„Das ist das erste Mal, dass wir ein Projekt bewusst auf Senioren zuschneiden“, sagt Wilhelm. Niemand gehe eine längere Verpflichtung ein, könne ausprobieren, ob das Singen in einem Chor denn auch zusagt. In sechs Proben gilt es, die sogenannte „Jugendmesse“ von Joseph Haydn einzustudieren, die er wohl schon im Alter von 17 Jahren komponiert hat.

In Köln singen die Teilnehmer des Projekts mit anderen Chören

Den Projektchor komplettieren zwei Sopran-Solistinnen sowie ein kleines Orchester bestehend aus zwei Violinen und einem Basso Continuo. Den Grundstock an Sängern bringt Dieter Leibold aus seiner Seniorenkantorei mit. 15 Sänger werden fix dabei sein. „Wenn es am Ende insgesamt 50 sind, das wäre natürlich toll“, erhofft sich Ursula Wilhelm viel Zuspruch. Frauen wie Männer seien gleichermaßen angesprochen. Die einstudierte Messe kommt dann gleich drei Mal zur Aufführung. Ein besonderes Highlight ist sicherlich die gemeinsame Fahrt nach Köln. Das dortige Erzbistum lädt verschiedene Seniorenchöre ein, die dann alle gemeinsam die einstudierte Haydn-Messe singen. Daran sollen auch die Sänger des Remscheider Chorprojekts teilnehmen.

Die Kölner Sängerin und Stimmbildnerin Rika Eichner wird die Chöre zusammenführen und das Stück einüben. Dieter Leibold kennt die Sängerin gut, sie arbeiten schon länger in verschiedenen Projekten zusammen. Auch ein Gastspiel von Rika Eichner in Remscheid hat es schon gegeben. Im Rahmen des ideellen Weihnachtsmarktes gibt es einen weiteren Auftritt in der Stadtkirche (16. Dezember) und im neuen Jahr in St. Suitbertus (6. Januar).

KONTAKT

STADTKIRCHE Ursula Wilhelm, Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde, Tel. 4 64 05 71

ursula.wilhelm@ekir.de

ST.SUITBERTUS Dieter Leibold, Kantor der katholischen Kirchengemeinde St. Suitbertus,  4 64 95 11

leibold@suitbertus-remscheid.de

Ursula Wilhelm berichtet von positiven Reaktionen auf die Initiative: „Die Menschen sind besonders an dem ökumenischen Aspekt des Projektes interessiert.“ In der Kirchenmusik spiele die Ökumene schon seit vielen Jahren eine große Rolle, bestätigt auch Dieter Leibold. „Von dem Projekt erwarten wir einen weiteren ökumenischen Impuls für die Chorarbeit unserer beiden Kirchengemeinden.“

Die erste Probe, zu der Interessierte herzlich eingeladen sind, findet am morgigen Samstag, 22. September, von 10 bis 13 Uhr im Pfarrzentrum St. Suitbertus (Papenberger Str. 14b) statt. Vier weitere Probentermine sind angesetzt (26. September, 6., 10. und 17. Oktober), dann eine Generalprobe in Köln (3. November). Weitere Infos gibt es in den Kantoreien (» Kasten).

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