Lüttringhausen

Engagement der Lütteraten sichert den Bestand der Bibliothek

Lütteraten-Vorsitzender Hans-Ulrich Hochfeld (r.) und sein Vorstandskollege Wolfgang Luge vor der Alten Feuerwache. Foto: Michael Schütz
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Lütteraten-Vorsitzender Hans-Ulrich Hochfeld (r.) und sein Vorstandskollege Wolfgang Luge vor der Alten Feuerwache.

Förderverein der Stadtteilbücherei in Lüttringhausen freut sich auf den Umzug in die Alte Feuerwache.

Von Sabine Naber

Remscheid. Als sich im Jahre 2008 der Förderverein „Die Lütteraten“ gründete, da hatte man sich zum Ziel gesetzt, die Lüttringhauser Stadtteilbibliothek unbedingt am Ort zu halten. „Wir haben damals überlegt, wie wir die drohende Schließung verhindern können. Und Ehrenamtler, die rund 20 Stunden in der Woche übernehmen sowie einen regelmäßigen Zuschuss zur Medienausstattung ins Gespräch gebracht“, erinnert sich Hans-Ulrich Hochfeld, Vorsitzender der Lütteraten, zu denen inzwischen 140 Mitglieder zählen.

Neben anderen Sparmaßnahmen, beispielsweise eine Vollzeitstelle zu streichen und den Bücherbus nicht mehr fahren zu lassen, ist das Ziel, die Bücherei zu erhalten, erreicht worden.

Das Engagement der Ehrenamtler, das zunächst nur für fünf Jahre vereinbart wurde, hat weiterhin Bestand. Und so werden sich die Lütteraten auch beim geplanten Umzug der Bibliothek zum Standort „Alte Feuerwache“ einbringen. „Denn Bibliotheken sind auch im digitalen Zeitalter eine Notwendigkeit und viel mehr als eine Bücherverleih-Station. Es sind Begegnungsorte. Auch wird hier vermittelt, wie man sich Informationen, beispielsweise aus dem Internet beschafft“, weiß Wolfgang Luge vom Vorstand.

„Gelder fürs Inventar in den neuen Räumen haben wir bereits geparkt.“
Hans-Ulrich Hochfeld, Vorsitzender der Lütteraten

An der Alten Feuerwache wird ausreichend Platz sein fürs Lernen, für einen Veranstaltungsraum, eine Kinderecke, einen Aufzug und vor allem für Toiletten, die barrierefrei erreicht werden können. Das ist im jetzigen Standort nicht der Fall, die Toilette ist in einem Nebengebäude. „Auch gibt es dort nur ein winzig kleines Spülbecken. Nicht zuletzt deshalb haben wir früh darauf aufmerksam gemacht, dass neue Räumlichkeiten gebraucht werden“, sagt Luge. Bei einer Bürgersprechstunde habe er den Oberbürgermeister darauf hingewiesen, dass er sich dafür die Alte Feuerwache vorstellen könnte. „Dann sollten wir Gas geben“, habe es da geheißen.

„Es freut uns sehr, dass uns die Stadt mit Blick auf den Umzug als wichtigen Partner auf Augenhöhe betrachtet. Wir werden uns weiterhin auch durch Spiele- und Vorlesenachmittage und das Einsortieren und Einbinden der Bücher engagieren. Und wir können Ideen sammeln und an Türen klopfen, um spezielle Projekte finanzieren zu können“, sind sich Hochfeld und Luge einig. Und davon überzeugt, dass die Lüttringhauser, wenn es um ein Gemeinschaftsprojekt geht, immer sehr spendabel sind. Denn Kultur bedürfe der ständigen Aufmerksamkeit. Gerade jetzt, denn die Bürger würden nach der Corona-Zeit Nachholbedarf haben.

Noch wohnen zwei Parteien im Haus der alten Feuerwache. Sie werden in diesem Jahr ausziehen. „Ende des Jahres oder Anfang 2022 werden wir einen Spendenaufruf an die Bevölkerung starten. Gelder fürs Inventar in den neuen Räumen haben wir bereits geparkt“, versichert Hochfeld.

Ein ehrenamtliches Engagement, das jetzt auch Ministerpräsident Armin Laschet würdigte. Aus dem Verfügungsfonds zur Förderung des Ehrenamtes stellte er 3500 Euro zur Verfügung. Zur Freude von Büchereileiterin Brigitte Scheid, die gleich eine Wunschliste zusammenstellte und sie dem Förderverein übergab. USB-fähige Abspielgeräte für Schallplatten, Tonieboxen, eine Leinwand oder auch Dash-Roboter, die für Einsätze in Grundschulen gedacht sind, werden gebraucht.

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