Vorbereitung für St. Martin

Die pummeligen Pinguine sehen so süß aus

Erzieherin Christina Trojan und der vierjährige Max schneiden die Flügel der Pinguinlaterne.
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Erzieherin Christina Trojan und der vierjährige Max schneiden die Flügel der Pinguinlaterne.

Im Montessori-Kinderhaus wird geklebt und ausgeschnitten, damit beim Martinsumzug jedes Kind eine Laterne hat

Von Sabine Naber

Remscheid. „Ich geh' mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.“ Dieses Lied werden die Kinder – häufig am 11. November – wieder singen, wenn St. Martin, der Schutzpatron der Bettler und Soldaten, gefeiert wird. Dann ziehen sie am frühen Abend mit ihren bunten Laternen los und dürfen sich nach dem Martinsumzug auf einen leckeren Weckmann freuen.

Und damit auch jedes Kind eine schöne Laterne in der Hand halten kann, wird in den Kindertagesstätten geklebt, ausgeschnitten und gemalt. „Bei uns sehen die Laternen in jedem Jahr anders aus. Letztes Jahr haben wir die Maus aus der gleichnamigen Kindersendung gebastelt, jetzt wird es ein lustiger Pinguin“, erzählt Christina Trojan, Erzieherin in der Bullerbü-Gruppe im Montessori-Kinderhaus an der Ronsdorfer Straße in Remscheid.

So entsteht „Pummel-Pi“, die Pinguin-Laterne

Jeden Tag sitzt sie mit zwei ihrer Schützlinge am Basteltisch und fertigt aus einem Luftballon, schwarzem und weißem Transparentpapier, schwarzer Pappe, orangefarbenem Filz und Wackelaugen mit Hilfe von Kleister, Schere und Klebepistole einen pummeligen Pinguin. „Bis zum 11. November, dann gehen wir – erstmals gemeinsam mit den Kindern der Grundschule Siepen – zum Laternenumzug, da müssen sie ja alle fertig sein“, sagt die Erzieherin und hat für Alicia (5) und Max (4) bereits einen Luftballon aufgeblasen.

Der wird vorne an der Brust mit weißem und hinten mit schwarzem Transparentpapier mittels Kleister beklebt und muss erst einmal trocknen. „Jetzt dürft ihr euch eine Schere nehmen“, fordert sie die zwei Kids auf. „Kann ich die nehmen, die vorne spitz ist?“, will Alicia wissen. „Ja, darfst du“, heißt es. Max nimmt lieber die runde Schere. Beide schneiden erst die Flügel aus Pappe, dann die vorgezeichneten Füßchen und den Schnabel aus Filz aus. „Kannst du mir helfen?“, fragt Max, als er sieht, dass Alicia schon fertig ist. „Du brauchst es nicht so schnell zu machen“, beruhigt ihn Christina Trojan.

So entsteht die Pinguin-Laterne

Die fünfjährige Alicia erwies sich als versierte und flinke Bastlerin. Vom blauen Luftballon war am Ende nichts mehr zu sehen.
Die fünfjährige Alicia erwies sich als versierte und flinke Bastlerin. Vom blauen Luftballon war am Ende nichts mehr zu sehen. © Michael Schütz
Fertig geschnitten: Es lässt sich schon erahnen, dass hieraus mal ein Pinguin entstehen wird.
Fertig geschnitten: Es lässt sich schon erahnen, dass hieraus mal ein Pinguin entstehen wird. © Michael Schütz
Erzieherin Christina Trojan und der vierjährige Max schneiden die Flügel der Pinguinlaterne.
Erzieherin Christina Trojan und der vierjährige Max schneiden die Flügel der Pinguinlaterne. © Michael Schütz
Macht was her: Die fertige Pinguin-Laterne leuchtet im Dunkeln und sieht richtig süß aus.
Macht was her: Die fertige Pinguin-Laterne leuchtet im Dunkeln und sieht richtig süß aus. © Michael Schütz

Mit Hilfe der Klebepistole bekommt „Pummel-Pi“, so wird er genannt, seine Wackelaugen, Flügel, Füßchen und seinen Schnabel aufgeklebt. Ganz zum Schluss wird die Luft aus dem Ballon herausgelassen, denn es braucht ja einen Hohlkörper, damit Licht in den Pinguin kommen kann. „Die sehen so süß aus, wenn sie im Dunkeln leuchten“, sind sich Kinder und Erzieherin einig.

„Die Wackelaugen aufzukleben und die Füße auszuschneiden, das war ein bisschen schwierig“, sagt Max, während sein Freund Jonte den fertigen Pinguin bestaunt. Sein eigener steht noch auf einer Schüssel und muss noch ein wenig trockener werden, bevor er daran weiter arbeiten kann. „Kriegen wir auch einen Laternenstab“, will Alicia wissen. „Nein, den müsst ihr von zu Hause mitbringen“, erklärt Christina Trojan, während sie den dafür benötigten Draht am Kopf von Pummel-Pi befestigt.

Inzwischen hängen schon viele fertige Pinguine an einer Schnur und verschönern den Gruppenraum der Kita. Und wenn der Laternenumzug durch den Sieperpark am 11. November gegen 17.30 Uhr startet, dann wird jedes Kind eine leuchtende Laterne in den Händen halten. „Für die Jüngsten haben wir es weniger kompliziert gemacht, aber aus Papptellern und Transparentpapier auch etwas Schönes gebastelt“, sagt Katrin Rödel, die das Montessori-Kinderhaus leitet. Hier werden zurzeit 63 Kinder betreut.

Tag der offenen Tür am 29. Oktober

Am kommenden Samstag, 29. Oktober, lädt die Tageseinrichtung, die von einer Elterneinrichtung getragen wird, zwischen 11 und 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Man kann sich über die pädagogische Arbeit im Kinderhaus informieren, es gibt Mitmachaktionen sowie Kaffee und Kuchen.

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