Premiere ist am 4. September

Entertainer Wolf Haumann talkt ab September im Rotationstheater

Wolf Haumann in seinem idyllischen Garten in Reinshagen. In der kleinen Oase schöpft er Kraft und Inspiration für seine Formate. Gerade hat der Entertainer sein erstes Buch herausgegeben. Foto: Melissa Wienzek
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Wolf Haumann in seinem idyllischen Garten in Reinshagen. In der kleinen Oase schöpft er Kraft und Inspiration für seine Formate. Gerade hat der Entertainer sein erstes Buch herausgegeben.

Entertainer Wolf Haumann bittet prominente Gäste einmal im Quartal nach Lennep. Dazu gibt es Musik.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Schuld sind Kapitel wie „Die unglaubliche Helga“, „China-Reise mit Hindernissen“ oder „Katzen übernehmen das Kommando“. Johannes Schmidt konnte das erste Buch von Entertainer und Journalist Wolf Haumann, „Mein langer Weg vom Kriegskind zum Showmaster“, nicht mehr aus der Hand legen. Zu spannend und zu witzig. „Den Mann müssen wir haben!“, sagte Schmidt, der gemeinsam mit seiner Frau Reintraut Schmidt-Wien das Rotationstheater in Lennep betreibt. Und bot dem Remscheider Allrounder eine Talk-Reihe an. Erfahrung mit dem Business hat Wolf Haumann, der nach seiner ersten Profession als Groß- und Außenhandelskaufmann sowie Logistiker 15 Jahre beim RGA gearbeitet hat, schließlich schon: Vier Jahre lang war er der Talk-Master von „Wein und Käse“. Man traf sich – und hatte direkt einen Draht zueinander. Ein neues Format im Rotationstheater war geboren.

Premiere der Talk-Reihe ist am Samstag, 4. September, um 20 Uhr im Lenneper Rotationstheater. Gleichzeitig ist es eine Feierstunde für die Kleinkunstbühne selbst: nicht nur die neue Spielzeit wird damit eröffnet, sondern auch das renovierte Theater. Denn dieses hat gerade für einen mittleren fünfstelligen Betrag eine neue Belüftungsanlage mit Frischluftzufuhr erhalten – Viren haben dabei keine Chance mehr. Zudem gibt es neue Stühle mit Armlehnen samt kleinen Tischchen für die Getränke. „Das Rotationstheater ist genau der richtige Platz für die Talk-Reihe, es hat was von Night Club mit intimer Atmosphäre“, schwärmt Haumann.

Denn wenn „der Wolf“ wieder talkt, wird das Licht gedimmt, flackern LED-Kerzen heimelig auf den Tischen, und Getränke werden am Platz serviert. Die Gäste können sich vorab an der Bar mit Fingerfood eindecken. Und auch in der Pause bei einem Gläschen zusammen klönen. Die Pause ist neu im Rotationstheater.

Das Konzept sieht zwei Talkgäste, Musik „und ein bisschen Entertainment“ vor. Letzteres liefert der Talkmaster selbst – mit Geschichten aus seinem Buch. „Durch die Kontakte des Rotationstheaters haben wir die Möglichkeit, bekannte Leute zu engagieren, die über unsere Region hinausgehen“, sagt der Remscheider, dem man die bald 80 Jahre einfach nicht abnimmt. Aktuell ist das „Team Talk“ mit einigen potenziellen Gästen und Musikern im Gespräch. „Die Premiere soll auf jeden Fall ein Kracher werden“, verspricht Wolf Haumann. Was macht eine spannende Talk-Show aus? „Wir dürfen nicht langweilig sein, wir müssen die Leute mitreißen. Und dafür müssen wir etwas bieten.“ In Form von interessanten Persönlichkeiten, die etwas zu erzählen haben. Der Talkmaster möchte sie vorab alle kennenlernen. „Denn ich habe keine Fragekarten dabei, ich lege Wert darauf, dass sich das Gespräch entwickelt.“

„Du bist so ein Typ wie Frank Elstner.“

Hans Kypker zu Wolf Haumann

Einmal im Quartal soll das neue Format im Rotationstheater stattfinden. An welchem Tag, steht noch nicht fest. Und noch etwas ist neu: Bei der Premiere am 4. September gilt freier Eintritt nach dem Motto „pay what you want“, sprich: Zuschauer werfen so viele Euro in den Hut, wie sie für angemessen halten. Mit diesem Modell habe er bereits bei den „Wein-und-Käse-Talks“ gute Erfahrungen gesammelt.

Die Reihe hat Haumann vier Jahre lang betreut. Immer montags platzte der Saal der Evangelischen Luther-Kirchengemeinde aus allen Nähten, wenn getalkt, gesungen und zusammen gelacht wurde. Organisator Hans Kypker, der fand, Haumann sei „so ein Typ wie Frank Elstner“, verpasste dem Ganzen übrigens den Namen „Der mit dem Wolf spricht“. „Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen“, erzählt Wolf Haumann lachend. Ihm zur Seite stand dabei stets die Frontfrau der Coverband Fachwerk, Bianca Rosa Klever, die Haumann vor vielen Jahren als Juror bei einer Remscheider Castingshow entdeckte. „Bianca hat eine unglaubliche Stimme, sie singt alles – von Schlager über Jazz bis Chansons.“

Talkgäste bei „Wein und Käse“ waren unter anderem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, WTT-Intendantin Claudia Sowa, Bärbel Beck vom Modehaus Johann, Klaus Mathies von den Fallschirmspringern, Landtagsabgeordneter Sven Wolf (SPD) oder auch Talkmaster Horst Kläuser, dem einmal selbst Fragen gestellt wurden. „Ich dachte damals: Gegen ihn habe ich keine Schnitte“, erzählt Wolf Haumann offen. Doch die Show gestaltete sich ganz anders – lustig, interessant, authentisch.

So soll es ab September auch in Lennep zugehen. Wolf Haumann ist optimistisch, wie immer. Und freut sich auf möglichst viele Gäste.

Buch

Wolf Haumann hat sein erstes Buch geschrieben, eine Autobiografie. „Mein langer Weg vom Kriegskind zum Showmaster“ ist gerade im Paramon Verlag erschienen. ISBN: 978-3-03830-704-4, 18 Euro. Darin erzählt Haumann seine Familiengeschichte, seinen beruflichen Werdegang über den Seiteneinstieg in den Journalismus und die Faszination Showbusiness. Natürlich dürfen auch witzige Anekdoten und seine Katzen nicht fehlen.

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