Puppentheater

Der Weihnachtsbär verzaubert die Kinder

Der Bär geht auf Tuchfühlung: Markus Heip war mit seinem neuen Stück zu Gast an der KGS Franziskus.
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Der Bär geht auf Tuchfühlung: Markus Heip war mit seinem neuen Stück zu Gast an der KGS Franziskus.
  • Melissa Wienzek
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Puppenspieler Markus Heip war mit seinem neuen Stück zu Gast in der OGS in Lüttringhausen.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Während die 70 Kinder des Offenen Ganztags an der KGS Franziskus schnatternd einen Platz suchen, schlägt Markus Heip auf seiner E-Gitarre erste leise Töne an. Hinter ihm befindet sich ein großer, roter Vorhang, dahinter leuchtet irgendwas. „Kennst du das Instrument?“, fragt Heip den Jungen auf dem Teppich in der ersten Reihe. „Wir haben auch eine zu Hause“, entgegnet Lukas (8) – und darf dann sogar die Saiten der E-Gitarre zupfen. Nach einem leisen Intro lässt der Puppen- und Marionettenspieler den Raben Ralf durch die Gänge fliegen. „Wollt ihr den mal auf die Hand nehmen?“, ruft Heip in den Raum, und ein lautes „Jaaa!“ schallt zurück.

Jetzt sind die Kinder bereits mittendrin, statt nur dabei – und machen kräftig mit. Markus Heip gelingt das einfach wunderbar – auf jede Frage hat er eine Antwort, geht freundlich, aber immer mit einer Portion Humor auf die kindliche Fantasie ein, die auch gern mal mit ihnen durchgeht – die „Springmäuse“ können einpacken. Denn dieses Publikum ist viel anspruchsvoller. Zum Glück, wie Markus Heip findet. Sonst wäre es ja kein gelungenes Mitmachstück.

Den letzten Schultag vor den Weihnachtsferien konnten die Lüttringhauser Grundschulkinder noch einmal richtig genießen: Markus Heip vom Durchsholzer Marionetten- und Puppentheater (Dumup) war mit seinem neuen Stück „Der Weihnachtsbär“ zu Gast. Damit ist er aktuell und auch noch im Januar auf Tour durch die Kindergärten und Offenen Ganztagsschulen – und erfüllt sich damit einen Traum. „Endlich kann ich mit den Kindern gemeinsam musizieren“, sagt der leidenschaftliche Puppenspieler, der auch für die museumspädagogische Arbeit im Deutschen Werkzeugmuseum zuständig ist. Denn bei dem Stück nach dem Buch „Bär feiert Weihnachten!“ gibt es gleich vier Musikeinlagen. Und damit es sich auch richtig nach Weihnachten anfühlt, hat Bühnenbildnerin Monica Ulmer ein riesiges Winter-Wunderland-Bühnenbild erschaffen. Zwei Stunden baut Markus Heip die Szenerie auf.

Hinter dem roten Vorhang schlummert ein dicker Berg aus Bettzeug. Darunter liegt der Weihnachtsbär. Sagt Markus Heip zumindest. Denn der halte schließlich in diesen Tagen Winterschlaf. Das können die Kinder erst gar nicht glauben. „Das ist doch nur ein Kuscheltier“, heißt es aus Reihe 2, während ein Mädchen in Reihe 1 entrüstet „Nee, gar nicht!“ einwirft. Als Mats dann den großen Bären aufweckt und dieser ihn kitzelnd in die großen Pranken nimmt, ist das Gelächter groß: Alle wollen auch mal gekitzelt werden. Und dieser Bär gibt sogar Küsschen. Wenn auch mit ziemlichem Nachdruck. Spätestens jetzt gibt es kein Halten mehr.

„Ich möchte auch einmal Weihnachten feiern wie die Menschen“, erzählt das 1,90 Meter große Tier seinen Freunden Alfonso, dem Maulwurf, und Hanna Hoppel, dem Hasen. „Und was braucht man dafür?“, fragt Markus Heip die Kinder. Na klar, einen Tannenbaum. Also dürfen sie nicht nur Zuckerstangen in den Baum hängen, sondern auch Geschenke darunter legen und den Bären mit Nüssen füttern. Und weil zu einem richtigen Weihnachtsfest natürlich auch die Musik gehört, packt Markus Heip das Akkordeon aus. „Das kennen wir schon vom Herrn Bonzelet!“, rufen zwei Mädchen vom Teppich – und alle singen gemeinsam lautstark Rolf Zuckowskis Hit „In der Weihnachtsbäckerei“ während der Theaterchef dazu Akkordeon spielt.

Was fehlt jetzt noch? „Ein Weihnachtsstern!“, ruft ein Junge in Richtung „Bühne“. „Habt ihr denn hier einen?“, will Markus Heip wissen. „Nee, aber wir können schnell einen basteln!“, sagt der Junge. Das hätten die engagierten Kinder sogar glatt noch gemacht. Schließlich tut es aber auch eine blinkende Weihnachtsmütze eines Schülers, die oben auf den Baum gesetzt wird, während die Kinder von selbst wieder „In der Weihnachtsbäckerei“ anstimmen. Dieses Theater ist halt wie kein anderes.

Kontakt

Markus Heip und sein Dumup-Theater können gebucht werden – auch für Geburtstage und private Feiern. Gern geht er mit Sack und Pack auf Tour. Die Puppen reisen im großen Auto an, zur Not auch noch im Anhänger. Das Durchsholzer Marionetten- und Puppentheater von Markus Heip ist am besten per E-Mail erreichbar und buchbar: info@dumuptheater.de.

Termine, Angebot und weitere Infos gibt es unter dumuptheater.de

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