Förderer und Spender sorgen für das Überleben in der Pandemie

Das Tuchmuseum bietet per Mausklick exklusive Einblicke

Museumsleiter Franz Werner von Wismar zeigt eine alte Spielmannsuniform. Er hofft, bald wieder öffnen zu dürfen. Archivfoto: Michael Sieber
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Museumsleiter Franz Werner von Wismar zeigt eine alte Spielmannsuniform. Er hofft, bald wieder öffnen zu dürfen.

Die Einrichtung an der Lenneper Hardtstraße ist geschlossen.

Remscheid. Dem kleinsten Museum in Remscheid, dem Tuchmuseum in Lennep, geht es so wie allen anderen Kultureinrichtungen im Lockdown: Es ist zu. Dennoch möchte das Team weiterhin von der Tuchmacherei berichten – und lädt zum digitalen Rundgang ein.

Besuchen: Interessierte können virtuell durch das Museum schlendern. Auf der Internetseite erfahren sie einiges über die Geschichte der Textilherstellung: www.tuchmuseum.de

Infos über die Technik der Textilproduktion gibt es auf der Seite des Johann Wülfing & Sohn-Museum: www.wuelfing-museum.de

Aktuelle Lage: Keine Besucher zu haben, ist für viele Museen das Aus. „In diesen Zeiten des Stillstands dankt das Tuchmuseum all denen, die es möglich machen, dass das Museum überleben kann“, sagt Museumsleiter Franz Werner von Wismar. In erster Linie sei es die Familie Hardt, die das Museum vor vielen Jahren ermöglicht hat. Heute ist es der Verein Anna Hardt Stiftung, der sich um das Museum kümmert. „Es sind aber auch die Mitarbeiter des Museums, die immer noch Gewehr bei Fuß stehen, wenn es wieder losgeht.“ Der Dank gilt auch den Besuchern. Durch ihre Spenden und Einkäufe in dem kleinen Museumsshop hätten sie es immer ermöglicht, das Museum zu erhalten. Viele Besucher hätten eine Führung gebucht – oder dieses Erlebnis verschenkt. „Wir hoffen, dass es wieder so werden wird.“ Auch viele Schüler zählten bislang zu den Gästen.

Das Museum: Seit 24 Jahren stellt die Anna Hardt Stiftung ein Museum für die Remscheider als weitere Ausstellung zur Verfügung. Die Stadt Remscheid ermöglichte die Unterbringung damals in der GGS Freiherr vom Stein in der Hardtstraße 2.

Inhaltlich: Das Lenneper Tuch gab den Bürgern Brot und Wohnung, bis 1998 das letzte Textilunternehmen seine Tore für immer schloss. Das private Museum nennt sich Tuchmuseum Lennep und erinnert an die Tuchmacher in dem Stadtteil, in dem sich die Experten damals angesiedelt hatten. Neben den beiden deutschen Museen der Stadt Remscheid hat das Tuchmuseum in Lennep schon viele Besucher durch seine Räume gehen lassen. Eine Grundausstellung wird ergänzt durch Sonderausstellungen, die einmal oder mehrmals wechseln. So wurde der Plan umgesetzt, nachdem Lenneper Vereine das fehlende Kapital aufbrachten, um dem ehemaligen Werksmuseum, dem Textilmuseum Wülfing, eine neue Bleibe als Tuchmuseum in Lennep zu ermöglichen. -mw-

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