Haus Cleff

„Das Historische Zentrum ist jetzt die Hauptaufgabe“

Karl Heinz Humpert (72, CDU) sitzt bereits seit 20 Jahren dem Ausschuss für Kultur und Weiterbildung vor. Er hat in der Zeit schon vieles begleitet. Foto: Roland Keusch
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Karl Heinz Humpert (72, CDU) sitzt bereits seit 20 Jahren dem Ausschuss für Kultur und Weiterbildung vor. Er hat in der Zeit schon vieles begleitet.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung, Karl Heinz Humpert, wünscht sich ein zügiges Fortkommen bei Haus Cleff.

Remscheid. Die Türen fehlen noch, ansonsten strahlt das Haus Cleff in Hasten in diesen Tagen mit der Märzsonne um die Wette. Die Außenhaut des bergischen Rokokohauses ist so gut wie fertig – und kann sich sehen lassen. Das findet auch Karl Heinz Humpert (72, CDU). Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung wünscht sich, dass es nun auch innen zügig weitergeht. „Es darf nicht sein, dass die Außenhülle fertig ist und dann passiert nichts“, mahnt er. „Wir müssen nun alle Kraft in den Innenausbau stecken, der geschätzt 2,5 Millionen Euro ausmachen wird.“ Denn das 1778/79 errichtete Haus Cleff soll zu einem modernen Museum mit einem attraktiven Konzept werden, eingebunden ins Gesamtensemble des Historischen Zentrums. Und da spielen neben dem Aufzug auch elektronische Erklärmethoden eine große Rolle. Dementsprechend hoch ist der Aufwand für die Elektriker. „Das Historische Zentrum, und hier vor allem Haus Cleff, sehe ich als die Hauptaufgabe zurzeit für die Kultur an“, sagt Humpert.

Am Montag tagt wieder die sogenannte Baubegleitkommission. Auch Humpert wirkt dort mit, genauso wie die Vorsitzende des Fördervereins von Haus Cleff, Beatrice Schlieper (Grüne), Kulturdezernent Sven Wiertz (SPD), der Leiter des Historischen Zentrums, Dr. Andreas Wallbrecht, der Architekten für Dach und Fach und weitere. Gemeinsam mit der beratenden Agentur Szenario soll ein Konzept erarbeitet werden. Es gibt bereits erste Ideen, welche Räume wofür genutzt werden könnten.

Unter anderem sollen die Familien Hilger und Cleff, die einst in dem Patrizierhaus auf dem Hasten lebten, dargestellt werden. Auch ein Raum für die Präsenzausstellung der Künstler Gerd Arntz und Johann Peter Hasenclever ist vorgesehen. Zudem Möglichkeiten für Wechselausstellungen und ein Raum, in dem Trauungen stattfinden könnten. Und ein Café. „Ich würde eine Außengastronomie auf dem Vorplatz als sehr schön erachten“, sagt Humpert.

Betrifft dies auch die anderen Gebäude des Historischen Zentrums? Karl Heinz Humpert formuliert es deutlich: „Das Historische Zentrum ist eine Einheit. Und als solches werden wir es auch behandeln müssen.“ Für ihn bedeute dies: „Man muss auch ans Haus Berger ran.“ Seine Idee: Das Café auf dem Vorplatz des Deutschen Werkzeugmuseums errichten und dazu auch den Trakt nutzen, in dem zurzeit die Verwaltung untergebracht ist. Diese könnte dann nach einer fertiggestellten Sanierung ins Haus Berger ziehen.

Ich wünsche mir eine konstruktive Partnerschaft.

Karl Heinz Humpert möchte die Fördervereine ins Boot holen

Das Historische Zentrum als Einheit zu sehen, bedeute aber auch, die beiden Fördervereine des Deutschen Werkzeugmuseums und des Hauses Cleff mit ins Boot zu nehmen. „Ich wünsche mir eine konstruktive Partnerschaft“, sagt der Kulturpolitiker. Und wenn die Stadtverwaltung dann noch die marode Ruine gegenüber abreißen ließe, sei der Blick frei ins Tal. Eine Aufwertung für den gesamten Standort – und ein Gewinn für alle Besucherinnen und Besucher. Das Problem: Das Haus gehört niemandem. Es war in den Händen einer Firma, die pleite gegangen ist. Daran hängen zwei Gläubiger. Die Stadt bemüht sich derzeit um eine Lösung.

Auch andere Themen beschäftigten die Remscheider Kulturszene weiterhin.

Bibliothek der Zukunft: Die Verwaltung hat von den Kulturpolitikern die Aufgabe erhalten, ein Anforderungsprofil für die „Bibliothek der Zukunft“ zu erstellen. Was soll am sogenannten Dritten Ort umgesetzt werden? Was braucht es dafür? „Ich gehe davon aus, dass wir dies vor der Sommerpause haben.“ Danach dränge sich die Frage nach dem „Wo?“ auf. „Diese Frage sollten wir offen angehen, unabhängig von einem Standort.“ Der Kulturausschussvorsitzende rechnet damit, dass die „Bibliothek der Zukunft“ noch mindestens drei bis vier Jahre Planungszeit benötigt.

Ausstellungsflächen: Wie geht es bei Markt 13 weiter? Angedacht war, die städtische Immobilie für Ausstellungen zu nutzen. „Hier muss die Verwaltung in die Gänge kommen, damit wir wieder eine Ausstellungsfläche für die Kunstgalerie haben“, sagt Humpert.

Nächste Sitzung

Der Ausschuss für Kultur und Weiterbildung tagt wieder am Dienstag, 5. April, um 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses im zweiten Stock. Die Tagesordnung steht noch nicht fest. Es gilt 3G samt Nachweispflicht. Der gebürtige Remscheider Karl Heinz Humpert (CDU) sitzt bereits seit 20 Jahren dem Ausschuss vor. Der Diplom-Betriebswirt ist auch Ratsmitglied.

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