Kunst

Ausstellung widmet sich dem unbekannten „Balkon zu Europa“

Kuratorin Teona Gogichaishvili mit den Fotografen Mikheil Kurdatze (l.) und Gerd Krauskopf.
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Kuratorin Teona Gogichaishvili mit den Fotografen Mikheil Kurdatze (l.) und Gerd Krauskopf.

Bilder der Fotografen Gerd Krauskopf und Mikheil Kurdatze aus Georgien sind in der SPD-Geschäftsstelle zu sehen.

Von Peter Klohs

Remscheid. Georgien ist ein Land an der Schwelle von Europa nach Asien. Geografisch zu Vorderasien gehörend, nennen die Georgier ihr Land „Balkon zu Europa“. Georgien ist mit knapp 60000 Quadratkilometern nicht ganz so groß wie Bayern. Viel ist hierzulande nicht über das Land bekannt.

Diesen Umstand ein wenig zu verändern, sind zwei Fotografen angetreten. Da ist zum einen der Remscheider Fotojournalist Gerd Krauskopf, ein erfahrener, viel gereister Künstler, der im Mai 2022 auf Einladung der georgischen Regierung das Land am Kaukasus bereiste. Eine Woche lang lernte Krauskopf georgische Menschen kennen und war zu Gast in so mancher Familie.

Seine Fotos, die zumeist Menschen im Alltag ablichten, bestechen durch eine beinahe visionäre Klarheit. Dass dabei das Farbliche nicht vergessen wird, ist nicht selbstverständlich. Die Frauen in einer georgischen Küche, die kochen, singen und sich tanzend bewegen, mögen hierfür ein gutes Beispiel sein. Alle seine Fotos, so der Menschenfreund Krauskopf, entstehen ohne Blitzlicht. „Das Blitzlicht macht die Stimmung zunichte“, ist er gewiss. „Und die Stimmung ist extrem wichtig. Ich fotografiere die Menschen so, wie sie leben.“

Einen völlig anderen Blick auf Georgien hat Mikheil Kurdatze. Der Georgier, diesjähriger Preisträger des KOLGA-Fotopreises in der Kategorie „Besondere Auszeichnung“, fotografiert extrem selten Menschen. Seine Fotos bestechen durch eine beinahe außerirdische Kargheit. Ein großes Abbild der Landschaft Vashlovani im Osten Georgiens ist dafür typisch: Farblich auf hell- und dunkelgrau minimiert, besticht das Foto durch fast unendliche Weite. Er sagt selbst dazu: „Es geht in meinen Fotos um Nähe und Distanz.“

Beide Fotografen sind in der Ausstellung „Georgien mal anders“ vereint. Sie wurde nun in der Galerie der SPD-Geschäftsstelle, Elberfelder Straße 39 in Remscheid, eröffnet. Kuratorin Teona Gogichaishvili betont, dass sie „typisch Georgisches mit dem Blick auf das eigene Land“ vereinen wolle. Von Gerd Krauskopf werden rund 20 Fotos zu sehen sein, Mikheil Kurdatze stellt sieben großformatige Fotos aus. Nach den einleitenden Worten von Horst Kläuser gab es georgischen Wein und andere Köstlichkeiten.

Die Ausstellung ist bis zum 21. März nächsten Jahres zu besuchen.

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