Schlechtes Timing

Charles III. in Sorge: Demontiert die neue Staffel „The Crown“ ihn als neuen König?

Der Palast ist kein Freund der Netflix-Serie „The Crown“. Mit großer Sorge um König Charles III. wird nun der Start der neuen Staffel im November erwartet.

London – Im Buckingham-Palast soll der Start der neuen „The Crown“-Staffel von Netflix im November Insidern zufolge mit Sorge erwartet werden. Die Serie, in der der Streaming-Dienst die Geschichte des britischen Königshauses nacherzählt, sei „ein Drama, keine Dokumentation“, betonte eine namentlich nicht genannte ranghohe Quelle aus dem Königshaus, wie der „Telegraph“ am Sonntagabend berichtete. Netflix hatte nach dem Tod von Queen Elizabeth II. (96, † 2022) bestätigt, die Staffel sei bereits abgedreht und werde wie geplant am 9. November starten.

Die Serie zeigt Charles III. in einer Zeit, als er nicht nur bei den Briten äußerst unbeliebt war

Das hat König Charles III. gerade noch gefehlt: Im November fällt der Startschuss zur 5. Staffel „The Crown“, die ihn in seinem schwächsten Lebensabschnitt zeigt. Dominic West wird Prinz Charles als Lebemann spielen (Fotomontage).

Der Serienstoff gilt als heikel, da es ausgerechnet zwei Monate nach dem Beginn der Regentschaft von Charles III. (73) auf den Bildschirmen in aller Welt um Kapitel und eine Zeit in seinem Leben gehen wird, als er sehr unbeliebt in der britischen Öffentlichkeit war. Die Staffel zeigt das Scheitern der Ehe von Charles‘ und Prinzessin Dianas (36, † 1997). Auch das berühmte skandalträchtiges BBC-Interview, in der Diana unter anderem über die Affäre ihres Mannes mit der heutigen Königsgemahlin Camilla spricht, soll Teil der Drama-Serie werden.

Bereits bei vorherigen Staffeln hatte der Palast durchblicken lassen, kein Fan der Produktion zu sein. Ein Freund von König Charles III. sagt, was hinter den Mauern gedacht, aber nicht ausgesprochen werden darf. Er soll die Serie dem „Telegraph“ zufolge als „ausbeuterisch“ und rücksichtslos mit Blick auf den Ruf der königlichen Familie bezeichnet haben. „Was die Leute vergessen, ist, dass im Zentrum von alledem echte Menschen und ihre Geschichten stehen“, wird der Vertraute zitiert.

Gehypte Erfolgs-Serie „The Crown“

Die Netflix Drama-Serie „The Crown“ wurde vielfach ausgezeichnet. Neben zahlreichen Nominierungen und Preisverleihungen bei den „Emmy“-Awards, „Golden Globes“ und Co. ist das Netflix-Flaggschiff auch eine der teuersten Produktionen des Streaminggiganten. Die Serie begeistert weltweit ein Millionenpublikum. Schon bestätigt wurde, dass es nach der 5. Staffel eine Verlängerung geben soll, die erst mit Staffel 6 ihr Ende findet.

Erste Trailer wurde schon veröffentlicht

Die Staffel wurde nach dem Tod Queen Elizabeths II. nicht verschoben. Am Inhalt wurden auch keine Änderungen vorgenommen. Die fünfte Staffel wird sich über die 1990er Jahre hinziehen, einschließlich der Ereignisse von 1992, dem „annus horribilis“ – dem Schreckensjahr der verstorbenen Königin – in dem sich Prinz Andrew (62) und Prinz Charles sich von ihren Frauen trennten, Prinzessin Anne (72) ich von ihrem Mann Mark Phillips (74) scheiden ließ und ein Brand Teile Schloss Windsor verwüstete. 

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Queen Elizabeth II.: Königin des britischen Humors – die lustigsten Momente im royalen Leben

Prinz Harry nimmt im Beisein der Queen Abschied von der Militärakademie in Sandhurst, Surrey.
Queen Elizabeth brachte Prinz Harry (damals 21 Jahre) 2006 bei einer Militärparade zum Lachen. Königin Elizabeth besuchte die Sovereign‘s Parade an der königlichen Militärakademie Sandhurst, um bei Prinz Harrys Abschiedszeremonie dabei zu sein, bei der er zum Armeeoffizier ernannt wurde. Die Monarchin schritt strahlend die Reihe der Soldaten ab, wohl wissend, dass die Offiziere in purer Beherrschung erstarrt sein sollten. Prinz Harry konnte nicht anders, er musste lächeln. Während seiner 10-jährigen Dienstzeit in der britischen Armee absolvierte Prinz Harry zwei Einsätze in Afghanistan und erreichte den Rang eines Hauptmanns.  © Dylan Martinez/dpa
Der Blick Queen Elizabeths II. mit dem sie am sechsten Tag ihrer Amerika-Reise Präsident George W. Bush bedenkt, spricht Bände.
Queen Elizabeth II. erlaubte sich 2007 einen Scherz über Präsident George W. Bush (damals 60 Jahre), nachdem er sie versehentlich in einer Rede um 200 Jahre älter gemacht hatte. Bush kommentierte seinen Fauxpas bei einer Begrüßungszeremonie im Weißen Haus augenzwinkernd: „Sie [die Queen] hat mir einen Blick zugeworfen, den nur eine Mutter einem Kind zuwerfen kann.“ Zwei Tage später, beim Abendessen in der Residenz des britischen Botschafters, kam die königliche Retourkutsche: „Ich habe mich gefragt, ob ich diesen Toast mit den Worten beginnen sollte: ‚Als ich 1776 hier war . . .‘“, sprach die Queen. „Eure Majestät, das kann ich nicht übertreffen“, musste der 43. Präsidenten der USA daraufhin in seinem Toast zugestehen. © Mark Wilson/dpa
Queen Elizabeth II. zeigt sich zu Scherzen aufgelegt bei der Chelsea Flower Show 2016 in London
Rabenschwarzen Humor bewies die damals 90-jährig Queen Elizbeth II. angesichts der fröhlich bunten Chelsea Flower Show im Jahr 2016. Auf der weltberühmten Blumenschau erzählte der Kräutergärtner Jekka McVicar Queen Elizabeth Berichten zufolge, dass Maiglöckchen in der Vergangenheit als beliebtes Gift zum Einsatz kamen. „Ich habe diese Woche zwei Sträuße davon bekommen“, soll die Königin laut hellomagazin.com zu McVicar gesagt haben. „Vielleicht will man mich tot sehen.“ © Str/dpa
Queen Elizabeth II. hat unzählige Torten angeschnitten. Bei ihrer Jubiläumstorte gab’s zum „Anstich“ eine Portion feinsten königlichen Humor als Sahnehäubchen obendrauf.
Queen Elizabeth II. hat unzählige Torten angeschnitten. Bei ihrer Jubiläumstorte gab es zum „Anstich“ eine Portion feinsten königlichen Humors als Sahnehäubchen obendrauf. Der Kuchen stand so herum auf dem Tisch, dass er für die anwesenden Fotografen vor dem Aufbau leserlich war. Doch für die Monarchin, die hinter dem Tisch platziert war, stand der Text auf dem Kopf. Das blieb von Elizabeth II. nicht unkommentiert. Sie warf den Fotografen zu: „Sie können es gut sehen. Für mich ist es nicht schlimm, ich bin nicht so wichtig – ich denke, ich kann es auch verkehrt herum lesen.“ © i Imago/Imago
Königin Elizabeth II. begrüßt Justin Trudeau (l), Premierminister von Kanada, beim Defilee für das Dinner der Königin beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der Commonwealth-Staaten im Buckingham-Palast.
Königin Elizabeth II. begrüßt Justin Trudeau (l), Premierminister von Kanada, beim Defilee für das Dinner der Königin beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der Commonwealth-Staaten im Buckingham-Palast. Bei einer Gala beim Zusammentreffen der Regierungschefs 2015 hatte Trudeau die Queen zu 60 Jahren auf dem Thron beglückwünscht und in seiner Rede darauf hingewiesen, dass er der zwölfte kanadische Premierminister sei, der während ihrer Regierungszeit im Amt sei. In ihrer Dankesrede griff Elizabeth II. seine Worte auf und begann ihre Rede mit den Worten: „Danke, Herr Premierminister von Kanada, dass ich mich so alt fühle“. © Matt Dunham/dpa
Queen Elizabeth II. besucht die Royal Windsor Horse Show im Jahr 2019.
Die britische Dailymail titelte: „Etwas zu feiern, Ma‘am? Die Königin (damals 93) zeigt sich während des regnerischen Beginns der Royal Windsor Horse Show sehr lebhaft“. Die Königin ließ sich vom nassen Wetter nicht die Laune verderben, als sie am ersten Tag der Royal Windsor Horse Show erschien. Nur zwei Tage zuvor war ihr Urenkelsohn Archie (3) auf die Welt gekommen. Die Bilder der warm eingepackten, lachenden Queen im strömenden Regen gingen um die Welt.  © Andrew Matthews/dpa
In der Eröffnungssequenz des Jubiläumskonzerts für Queen Elizabeth II. trifft die Königin auf Paddington Bär.
Paddington Bär leistete der 96-Jährigen im Palast Gesellschaft und stimmte mit ihr gemeinsam den Queen-Song „We Will Rock You“ an – stilecht mit Silberlöffel und Teetasse. Ganz nach dem Motto „Doppelt hält besser“ wurde das Jubiläumskonzert zum Platin-Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. und der Band Queen eröffnet. Das Duo performte einen niedlichen Dialog mit einer vor allem humorvollen königlichen Protagonistin. © Victoria Jones/dpa
Queen Elizabeth II. glänzt mit 86 Jahren als Bond-Girl an der Seite von Daniel Craig (damals 44) bei der Eröffnungsfeier in London im Olympiafieber 2012.
Queen Elizabeth II. glänzt mit 86 Jahren als Bond-Girl an der Seite von Daniel Craig (damals 44) bei der Eröffnungsfeier in London im Olympiafieber 2012. Mit dem witzigen Clip, der mit einem Fallschirmabsprung Ihrer Majestät über dem Wembley-Stadion endet, generierte YouTube Rekordzahlen und Schauspieltalent. Der Hubschraubersprung wurde eigentlich von Stuntman Gary Connery ausgeführt, aber Queen Elizabeth „war von der Idee sehr angetan und stimmte sofort zu“ schrieb die königliche Schneiderin Angela Kelly in ihren Memoiren „Die andere Seite der Medaille: The Queen, the Dresser and the Wardrobe“. Sie bestand auf eine Sprechrolle: „Natürlich muss ich etwas sagen. Schließlich kommt er ja, um mich zu retten“, sagte sie. In einem Auftritt in der „The Zoe Ball Breakfast Show“ der BBC sagte Craig, dass die Königin während ihrer gemeinsamen Szenen ihre Improvisationsfähigkeiten unter Beweis stellte. „Sie sagte: ‚Soll ich so tun, als würde ich schreiben?‘ Und er sagte: ‚Ja, das ist toll, das ist toll‘. Also hat sie ein bisschen geschauspielert. Das war alles ihr eigenes Zeug. Es war erstaunlich.“ © ZUMA Wire/Imago
Präsident Barack Obama und ein weiterer Teilnehmer geleiten die Queen die Treppe hinab zum Gruppenfoto.
Zwei ahnungslose Herren und die grinsende Queen In dieser lustigen Szene kann sich die Queen das Lachen kaum verkneifen. Beim Treffen anlässlich des 70. Jahrestages der Alliierten zur Landung in der Normandie geleiten US-Präsident Barack Obama und ein weiterer Teilnehmer die Queen die Treppe hinab zum Gruppenfoto. Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande sind ebenfalls zugegen und sehen arglos zu, wie eine britische Tradition aus reiner Hilfsbereitschaft und Höflichkeit vor die Hunde geht: Ohne Aufforderung darf die Queen nämlich nicht berührt werden. ©  ITAR-TASS/Imago
Der erste stellvertretende Minister Martin McGuinness begrüßte Queen Elizabeth 2016 im Hillsborough Castle in Belfast.
Der stellvertretende erste Minister Martin McGuinness (66, † 2017) begrüßte Queen Elizabeth 2016 im Hillsborough Castle in Belfast. Als er ihr die Hand reicht, erkundigt er sich höflich nach ihrem Wohlergehen: „Hallo, geht es Ihnen gut?“ „Nun, vielen Dank“, lautete die unerwartete Antwort der Queen: „Ich lebe jedenfalls noch.“ © Aaron Mccracken/Harrisons/Po/dpa
Elefantendame Donna teilt Enthusiasmus für Queen Elizabeth II.
Elefantendame Donna teilt den Enthusiasmus für Queen Elizabeth II. In Erwartung einer zweiten Banane rüsselte sich die Elefantin bei einem Besuch des Whipsnade Zoos 2017 in London an die Königin heran. Der Fotograf sagte später, dass Donnas Begeisterung für die Monarchin die Zoowärter etwas nervös gemacht hatte. ©  i-Images/Imago
Queen Elizabeth beim G7-Summit in Carbis Bay.
Queen Elizabeth hat die Lacher beim G7-Summit in Carbis Bay auf ihrer Seite. Beim G7-Empfang in Cornwall sorgte die Königin mit einem Scherz für gute Stimmung. Während die damals 95-Jährige mit den Staatenlenkern der führenden westlichen Wirtschaftsmächte für ein etwas steif wirkendes Gruppenfoto mit coronabedingtem Abstand posierte, fragte die Meisterin des Small Talks in die Runde: „Soll man jetzt so tun, als würde man sich vergnügen?“ Boris Johnson bestätigte später: Auch wenn es nicht so aussehe, sie hätten sich tatsächlich bestens amüsiert. © i-Images/Imago

Imelda Staunton (66), die in der lang erwarteten fünften Staffel die Rolle von Queen Elizabeth II. übernimmt, stellte sich in einem Trailer offiziell vor. Staunton (66) folgt den Schauspielerinnen Olivia Colman (48) und Claire Foy (38), die in den bisherigen Staffeln die Queen in jüngeren Jahren gespielt hatten. Ein erster von The Crown veröffentlichter Trailer zeigt, wie sich Prinzessin Diana, dargestellt von Elizabeth Debicki (32) und Prinz Charles, gespielt von Dominic West (52) auf Fernsehinterviews vorbereiten. Verwendete Quellen: telegraph.co.uk, dialymail.co.uk

Rubriklistenbild: © Jonathan Raa/Imago & Sebastien Nogier/dpa

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