Benutzernamen bei WhatsApp reservieren: Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick
Der Messenger WhatsApp kündigt eine große Änderung beim Datenschutz an: Bisher konnten Nutzer nur über ihre private Handynummer mit neuen Kontakten chatten - und auch in Gruppenchats war sie für alle Teilnehmer sichtbar. Mit einem individuellen Benutzernamen soll es künftig auch möglich sein, sich gegenseitig zu schreiben, ohne die eigene Nummer preiszugeben.
Die neue Funktion soll schrittweise im Laufe des Jahres eingeführt werden. Nutzer haben jedoch schon jetzt die Möglichkeit, sich ihren Wunschnamen zu reservieren. Wie das geht und was man sonst noch zum WhatsApp-Benutzernamen wissen sollte, verrät der folgende Überblick.
Ab wann und wie kann ich meinen WhatsApp-Benutzernamen reservieren?
Die Reservierung des Benutzernamens bei WhatsApp ist seit dem 29. Juni 2026 möglich. Da bei mehr als drei Milliarden Nutzern eine hohe Nachfrage erwartet wird, wurde die Reservierungsphase weltweit gleichzeitig gestartet, damit alle Nutzer die gleiche Chance haben, sich ihren Wunschnamen zu sichern.
Wichtig: Um einen Benutzernamen zu reservieren, muss die neueste Version von WhatsApp (Android oder iOS) auf dem Handy installiert sein. Gegebenenfalls kann es noch einige Tage dauern, bis das Update und damit auch die Möglichkeit zur Reservierung auf allen Geräten verfügbar ist.
So funktioniert die Reservierung in der App:
- In die Einstellungen gehen
- „Konto“ auswählen
- „Benutzername“ auswählen
- Wunschnamen eingeben und bestätigen
Der eigentliche Benutzername wird im Laufe der kommenden Monate freigeschaltet. Wer bereits einen Namen reserviert hat, erhält eine Benachrichtigung in der App, sobald die Funktion in seinem Land aktiviert wird.
Welche Regeln gelten für die Wahl des WhatsApp-Benutzernamens?
Bei der Wahl des WhatsApp-Benutzernamens müssen einige Regeln befolgt werden. Der Benutzername:
- muss zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein
- kann aus Kleinbuchstaben (a–z), Ziffern, Unterstrichen und Punkten bestehen
- darf nicht nur aus Ziffern bestehen – mindestens ein Buchstabe am Anfang des Namens ist Pflicht
- darf nicht mit „www.“ beginnen und keine Domain-Endung (z. B. „.de“, „.com“) enthalten
Was tun, wenn mein Wunschname bereits vergeben ist?
Einige Benutzernamen sind für Unternehmen, Behörden oder Personen des öffentlichen Lebens vorgemerkt. Ist der Wunschname bereits vergeben, bietet die App einen Namensgenerator an, der passende und noch verfügbare Alternativen auf Basis der eigenen Eingaben vorschlägt.
Kann ich meinen Facebook- oder Instagram-Nutzernamen für WhatsApp übernehmen?
Ja – solange er nicht bereits vergeben ist, kann man denselben Benutzernamen beanspruchen, den man auch auf Facebook oder Instagram verwendet. Dazu muss WhatsApp der Meta-Kontoübersicht hinzugefügt werden, die auch Facebook und Instagram verknüpft.
Die Meta-Kontoübersicht ermöglicht es dem Konzern auch, plattformübergreifend Werbung auszuspielen und deren Wirkung zu messen.
Kann ich meinen WhatsApp-Benutzernamen später ändern oder löschen?
Ja, beides ist jederzeit möglich. Folgendes ist dabei zu beachten:
- Sobald der alte Benutzername geändert wird, kann er sofort von anderen beansprucht werden.
- Nach dem vollständigen Löschen des Benutzernamens hat man 14 Tage Zeit, ihn erneut zu beanspruchen. Danach ist er für andere freigegeben.
Wie schützt der WhatsApp-Benutzername meine Privatsphäre?
Der WhatsApp-Benutzername bietet mehrere Datenschutzvorteile:
- Neue Kontakte sehen nicht mehr automatisch die Handynummer
- Auch bei Anrufen über die App wird künftig der Benutzername statt der Telefonnummer angezeigt
- Da die Handynummer nicht mehr in Gruppenchats angezeigt wird, kann sie nicht mehr von Dritten weitergeben werden
- Laut WhatsApp wird es kein öffentliches Verzeichnis für Benutzernamen und keine Autovervollständigungs-Suche geben – wer jemanden kontaktieren will, muss also den exakten Benutzernamen kennen
Als zusätzliche Sicherheitsebene führt WhatsApp außerdem einen „Username Key“ (Benutzernamenschlüssel) ein – eine Art PIN, die man an vertrauenswürdige Personen weitergeben kann. Ist diese optionale Funktion aktiviert, können andere Nutzer ohne den Code keine Nachricht schicken – selbst wenn sie den entsprechenden Benutzernamen kennen.
Mit der Einführung des Benutzernamens schließt WhatsApp zu Konkurrenten wie Signal und Telegram auf, die bei denen diese Funktion als Alternative zur Telefonnummer bereits seit einigen Jahren verfügbar ist. Für die Anmeldung bleibt die Handynummer jedoch erforderlich – wer WhatsApp nutzen will, hat also keine andere Wahl, als Meta diese persönlichen Daten anzuvertrauen.