„Agent Smith“

WhatsApp-Virus: Jetzt auch Deutschland betroffen - schon 25 Millionen Geräte betroffen

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„Agent Smith“ ist unterwegs: Ein neuer Virus nistet sich zumeist unerkannt auf Android-Geräten ein und kann Programme wie Whatsapp befallen.

„Agent Smith“ verbreitet sich über diverse Programme wie Whatsapp. Der Virus hat weltweit schon über 25 Millionen Geräte befallen - jetzt gibt es auch Fälle in Deutschland.

Update 17.7.2019, 10.27 Uhr: Es war nur eine Frage der Zeit: Nun hat die Schadsoftware „Agent Smith“ auch Android-Handys von deutschen Nutzern befallen. Die IT-Sicherheitsexperten der Firma „Check Point“ bestätigten gegenüber dem „Focus“, dass der Virus bislang auf rund 42.000 Geräten in Deutschland entdeckt worden sei. Zuvor war die Schadsoftware vor allem in Indien, Pakistan und Bangladesch auf Handys und anderen Android-Geräten entdeckt worden. In den USA und Großbritannien hatte es ebenfalls Fälle gegeben - allerdings deutlich weniger.

Virus „Agent Smith“: kann WhatsApp und andere Anwendungen angreifen

München - Ein besonders fieser Virus befällt aktuell Android-Geräten in verschiedenen Ecken der Welt. Schon 25 Millionen Geräte sollen betroffen sein. Laut der israelischen Sicherheitsfirma „Check Point“ agiere die Malware im Hintergrund, weshalb Android-Nutzer völlig arglos seien.

Die Schad-Software - von IT-Experten auf den Namen „Agent Smith“ getauft - tarne sich als gewöhnliche App und verstecke sich etwa hinter Gratis-Spielen oder Tools. Nach der Installation werde dann das Gerät nach häufig genutzten Apps wie etwa WhatsApp durchforstet. Diese Anwendungen würden anschließend durch die Virus-App ersetzt, woraufhin Betroffene mit betrügerischen Anzeigen und Gewinnen gelockt werden, um auf zwielichtige Seiten entführt zu werden.

Virus „Agent Smith“: Hacker können Bankdaten erbeuten

Außerdem könne der Virus die Nutzer belauschen und deren Lage sowie Bewegungen und Eingaben folgen. Zudem eröffnet er Hackern die Möglichkeit, auf die Bankdaten zuzugreifen. Der Großteil der Betroffenen - 15 Millionen - stammt aus Indien, ebenso sind in Pakistan und Bangladesch viele Android-Geräte befallen. Aber auch an anderen Ecken der Welt hat sich die Malware bereits ausgebreitet: So soll es in den USA 300.000 Fälle geben, 137.000 weitere in Großbritannien. Zumindest vorerst seien deutsche User sicher.

„Check Point“ berichtet, dass es die Träger-App überwiegend auf Indisch, Arabisch, Russisch und Indonesisch gebe. Das Unternehmen soll im Google Play Store elf Apps mit Spuren der Malware entdeckt haben. Offenbar sei der Virus von einer nicht näher benannten chinesischen Firma aus Guangzhou aufgebaut worden, während diese daran gearbeitet habe, chinesischen Android-Entwicklern die Bewerbung von eigenen Apps auf Plattformen im Ausland zu ermöglichen. 

Wie Sie gelöschte WhatsApp-Nachrichten trotzdem lesen können erfahren Sie hier.

Gefahr für WhatsApp und Co. durch chinesische Verbreitungsstelle

Google habe den chinesischen Drittanbieter 9Apps als zentrale Verbreitungsstelle identifiziert. Als Reaktion darauf würden die entsprechenden Apps nicht mehr von Google freigegeben. Aus dem Google Play Store wurde 9Apps bereits entfernt.

Wer „FaceApp“ für einen Witz hält, tut das angesichts dieses Falls sicher nicht mehr: Ein 2001 verschwundenes Kleinkind ist jetzt wiedergefunden worden.

So können sich Android-User vor „Agent Smith“ schützen

Deshalb werde empfohlen, Apps nur aus zuverlässigen Quellen wie eben dem Google Play Store herunterzuladen, auch wenn dies keine hundertprozentige Garantie bedeute. Abhilfe schaffen zudem Anti-Viren-Programme. Jonathan Shimonovich von den „Check Point Software Technologies“ rät obendrein dazu, immer die aktuellste Android-Version zu installieren. Das aktuellste Update sei bereits entsprechend aufgerüstet worden.

Eine Panne hat nicht nur für erhebliche Störungen bei Facebook und WhatsApp gesorgt, sondern auch ungeplant geheime Funktionen offengelegt. Mit wenigen Klicks kann sich jeder Nutzer anzeigen lassen, was Instagram über ihn zu wissen glaubt. Zudem wird WhatsApp in Kürze ein bei Usern beliebtes Feature sperren: Das Speichern von Profilbildern. 

Eine neue WhatsApp-Funktion bereitet dagegen gewissen Peinlichkeiten ein Ende - und diese drei spannenden neuen Funktionen sparen Zeit, Speicherplatz und Nerven.

mg

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