Schlechtes Jahr für Störche: Zu wenig Nachwuchs

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Ein Weißstorch fliegt über dem brandenburgischen Sieversdorf. Für Störche in Deutschland ist es nach einer ersten Bilanz des Naturschutzbundes kein gutes Jahr. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa) - Für Störche in Deutschland ist es bislang kein gutes Jahr. Es fehlt an Nachwuchs. Vor allem in Ostdeutschland sei die Zahl der Brutpaare um fünf bis zehn Prozent zurückgegangen, sagte Christoph Kaatz, Sprecher der Nabu-Gruppe Weißstorchschutz.

In den meisten Bundesländern haben laut Nabu die Paare im Schnitt weniger als ein Junges. Um langfristig den Bestand zu erhalten, wären jedoch zwei Junge pro Paar nötig. Ein gutes Storchenjahr gleiche Verluste aber wieder aus.

In Deutschland ziehen jedes Jahr rund 6000 Weißstorchpaare ihre Jungen auf. Die meisten Tiere gibt es in Brandenburg. Doch viele Störche, die über den Bosporus in ihre Winterquartiere ziehen, kamen in diesem Jahr erst mit Verspätung im Mai zurück.

Bei der Suche nach einer Unterkunft griffen manche bereits belegte Nester an und warfen Eier oder Jungvögel hinaus. Widrige Witterung im Frühsommer machte allen Paaren das Brüten im Osten und Norden schwerer. Einige verzichteten gleich ganz darauf. Andere bekamen die Jungen nicht satt, weil es zu trocken war und an Futter fehlte.

In Westdeutschland kamen die meisten Brutvögel, die in Spanien überwintern, früh zurück. Ihnen machte das schlechte Wetter im Frühjahr zu schaffen. Viele Storchenküken starben nach Kälte und Nässe an Unterkühlung.

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