200 Arten in sieben Höhlen

Leben im Dunkeln: Artenreichtum in bayerischen Höhlen

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Forscher Stefan Zaenker in der Wendelsteinhöhle in Bayern. 13000 Tiere von fast 200 Arten haben Experten in nur sieben bayerischen Höhlen gefunden. Foto: Peter Hofmann

München (dpa) - In der Dunkelheit der Höhlen gibt es mehr als nur Fels, Sand und Wasser: 13 000 Tiere von fast 200 verschiedenen Arten haben Experten in nur sieben bayerischen Höhlen entdeckt. Ein Jahr lang hatten die Fachleute in den bayerischen Alpen nach Tieren gesucht.

Heute stellten sie ihre Ergebnisse auf dem Wendelstein vor. Zu den Funden zählen auch einige Arten, die erstmals in Deutschland nachgewiesen wurden, wie Projektleiter Stefan Zaenker vom Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher sagte. Andere sind sehr selten: In den Spielberghöhlen im Chiemgau etwa entdeckten die Forscher erstmals seit 1966 einen winzigen Höhlen-Pseudoskorpion.

Den Erhalt sensibler Lebensräume bezeichnete Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) bei der Eröffnung der Wanderausstellung, die die Ergebnisse präsentiert, als eine Schlüsselaufgabe für den Naturschutz. "Der Artenschutz ist die Grundlage für die Erhaltung der bayerischen Naturvielfalt. Diese müssen wir langfristig sichern." Die Höhlen im Alpenraum seien "biologische Juwelen und Archive längst vergangener Zeiten.

Als das Höhlentier des Jahres 2017 präsentierte Zaenker auf dem Wendelstein die Vierfleck-Höhlenschlupfwespe Diphyus quadripunctorius. Die Tiere überwintern in Naturhöhlen, Bergwerksstollen und Felsenkellern und stehen für eine große Zahl an Tierarten, die auf geschützte und frostfreie Rückzugsorte unter Tage angewiesen sind.

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