Relaunch nach fünf Jahren

God of War 3 Remastered im Test: Noch immer ein Hammer-Spiel

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God of War 3 Remastered gibt sich nicht die geringste Mühe, Kratos als sympathischen Charakter rüberzubringen.

München - God of War 3: Remastered ist auch fünf Hajre nach dem ersten Erscheinen als Relaunch für die  Playstation 4 ein Meisterwerk. Zum Test:

Schöner, böser und blutiger: Kratos gibt sich in einem Relaunch des krönenden Abschlusses der "God of War"-Reihe nochmals die Ehre. Wer God of War 3 bei seinem ursprünglichen Release vor fünf Jahren verpasste, kriegt die Schlachtplatte nochmals serviert: In einer Hammer-Auflösung von 1080p und einer Bildrate von 60fps. Wer die Story nicht kennt: Spartaner Kratos hat Beef mit dem griechischen Göttervater Zeus, der im Übrigen sein Vater ist. Bevor Kratos dem Oberboss im Olymp in den Hintern treten kann (so harmlos fällt die Abrechnung mit Zeus freilich nicht aus), muss er sich mit mehreren Göttern rumschlagen, die der Bärtige seinem glatzköpfigen Sohn auf den Hals hetzt. Wer bislang keinen Bezug zur GoW-Reihe hatte, hier die Story im Schnelldurchlauf: Der spartanische Heerführer Kratos schmiedete einst einen Pakt mit dem Kriegsgott Ares. Im Gegenzug für Siege auf dem Schlachtfeld (und zwei mächtige Klingen) verschrieb Kratos ihm sein Leben und seine Seele. Ares lässt Kratos die Bewohner eines der Göttin Athene ergebenen Dorfes niedermetzeln, mit der der Kriegsgott im Clinch liegt. Zu spät merkt Kratos, dass dem Massaker auch seine Frau Lysandra und seine Tochter Kalliope zum Opfer fallen. Kratos wird mit einem Fluch belegt: Sein Körper soll für alle Zeiten mit der Asche von Lysandra und Kalliope bedeckt bleiben und damit seine Gräueltaten jedermann sichtbar machen. Der nun als "Geist von Sparta" bekannte Kratos schwört Ares tödliche Rache für den Verlust seiner Frau und Tochter. Was dem Glatzkopf auch gelingt und ihm den Posten des Kriegsgottes einbringt. Daher der Titel der Reihe "God of War". Zu Beginn des dritten Teils hat sich Kratos (der mittlerweile von Zeus seiner Göttlichkeit beraubt wurde) mit Gaia und ihren Titanen verbündet, die einen Angriff auf den Olymp starten. Aber schnell gerät der Spartaner zwischen die Fronten. God of War 3 Remastered beschert uns den Abschluss der epischen Trilogie mit Kratos.

Da nun jeder in Sachen Story auf dem Laufenden ist, noch ein Hinweis für alle, die bislang mit der God-of-War-Reihe nichts zu tun hatten: Kratos ist bekannt für seine drastischen Gewaltdarstellungen. Wir reden hier nicht von vom Niveau eines Call of Duty. Sondern von Brutalität im Stile von italienischen Gore-Filmen aus den 70ern. Nur dass God of War 3 Remastered natürlich auch so episch daherkommt wie ein Hollywood-Blockbuster. Im Prinzip sind die Gewaltdarstellungen so überzeichnet wie ein Bigs-Bunny-Cartoon für Erwachsene. Sex gibt’s zwar auch. Aber da das Spiel auch für den prüden US-Markt entwickelt wurde, hält sich die Freizügigkeit in gewissen Grenzen.

Das Spiel gibt sich übrigens nicht die geringste Mühe, Kratos als sympathischen Charakter rüberzubringen. Auf seinem Rachefeldzug Pflastern Leichen seinen Weg. Wer ihm in irgendeiner Weise im Weg steht, wird weggeräumt.

God of War 3 Remasterd: Kampfsystem immer noch State of the Art

Die Gewalt bei God of War wäre ziemlich belanglos, wäre da nicht das geniale Kampfsystem der Reihe mit sensationellen Kombos, mit denen Kratos seine Gegner erledigt. Auch in Zeiten von Dark Souls und Bloodborne kann das mittlerweile gehört das mittlerweile fünf Jahre alte Kampfsystem von God of War 3 nach wie vor zum Besten was es im Bereich der Third Person Action gibt. Mit seinen Klingen pflügt Kratos sich durch die Reihen von Gegnern wie ein Häcksler durchs Kornfeld. Auch fette Biester wie Minotauren (Mischwesen aus Mann und Stier) schmeißt Kratos durch die Luft wie einen Volleyball. Und die Finsher, bei denen die Gegner zerteilt und zermalmt werden, hat man in der Form vor God of War 3 auch noch nicht gesehen. Kratos ist ein absoluter Badass und es macht eine Menge Spaß, sich mit dem grauen Glatzkopf auszutoben. Und erst die Bosskämpfe gegen hundert Meter große Obermotze: einfach sensationell. God of War 3 Remastered hangelt sich von einem epischen Höhepunkt zum nächsten.

Zu den Doppelschwertern, die das Markenzeichen von Kratos sind! kommen noch die Ikarus-Flügel hinzu, mit denen Kratos weite Distanzen überwinden kann. Und Magie-Attacken, die man aber sparsam einsetzen sollte.

Die verbesserte Bildrate sorgt dafür, dass die Kämpfe extrem flüssig ablaufen. Auch mit Horden von Gegnern auf dem Schirm gibt es praktisch keine Ruckler. Mit der höheren Auflösung sieht das Soiel so gut aus wie bislang kein Teil zuvor. Die Charaktere begeistern durch einen extremen Detailreichtum, der auf der Vorgänger-Playstation noch nicht möglich war.

Jeder Action-Fan, der noch keinen Bezug zu God of War hatte, kann bei God of War 3 Remastered bedenkenlos zugreifen. Fünf Jahre nach seinem ursprünglichen Release kann der Next-Gen-Relaunch mit dem aktuellen Toptiteln im Bereich der Third Person Action mühelos mithalten.

God of War 3 Remastered ist für PlayStation 4 erschienen. Altersfreigabe: Ab 18 Jahren.

fro

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