Wer braucht sie?

Vollkasko-Versicherung: In welchen Fällen sich der „Rundum-Schutz“ lohnt

Zusätzlich zur Kfz-Haftpflichtversicherung können Autobesitzer eine Teil- oder Vollkasko-Versicherung abschließen. Aber wann lohnt sich das?
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Ein Unfallschaden kann teuer werden – deshalb sollte man sich für der Wahl der Versicherung Zeit nehmen. (Symbolbild)

Zusätzlich zur Kfz-Haftpflichtversicherung können Autobesitzer eine Teil- oder Vollkasko-Versicherung abschließen. Doch: Wann lohnt sich das?

München – Autofahren ist aktuell ein teures Vergnügen: Beim Neuwagenkauf sind die Rabatte gering, selbst Gebrauchtwagen sind knapp und teuer. Die Spritpreise sind seit Monaten ebenfalls auf Höhenflug. Dennoch lässt sich beim Tanken Geld sparen – etwa indem man zur richtigen Uhrzeit tankt. Doch auch bei Fixkosten wie etwa der Versicherungsprämie suchen viele aktuell nach Optimierungspotenzial. Dabei kann man sich etwa die Frage stellen, ob man die – zumeist teure – Vollkasko-Versicherung wirklich braucht?

Wann lohnt sich eine Vollkasko-Versicherung?

Um eine Kfz-Haftpflichtversicherung kommt man nicht herum – sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Nach einem Unfall werden damit Schäden reguliert, die anderen Beteiligten durch den Versicherungsnehmer entstanden sind – das gilt sowohl für Blech- als auch Personenschäden.

Eine Teil- oder Vollkasko-Versicherung kann dagegen auf freiwilliger Basis abgeschlossen werden. Durch die Teilkasko abgedeckt werden unter anderem:

  • Diebstahl
  • Unwetterschäden (Blitzschlag, Hagel, Sturm, Überschwemmung)
  • Marderbisse
  • Schäden durch Wildunfälle
  • Glasbruch – beispielsweise durch Steinschlag

Vollkasko-Versicherung deckt mehr ab als die Teilkasko – ist aber auch teurer

Eine Vollkasko-Versicherung geht noch etwas weiter: Sie deckt zusätzlich zu den Bereichen der Teilkasko auch Schäden am eigenen Auto bei selbstverursachten Unfällen ab. Auch bei Schäden durch Vandalismus am Fahrzeug springt die Vollkasko ein. Aufgrund der zusätzlichen Leistungen ist eine Vollkasko-Versicherung in der Regel teurer als die Teilkasko.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Vollkasko-Versicherung lohnt sich vor allem bei neuen und wertvollen Fahrzeugen

Wegen der höheren Kosten, lohnt sich eine Vollkasko-Versicherung deshalb vor allem bei Neuwagen (bis zu einem Alter von fünf Jahren), beziehungsweise Autos, die besonders wertvoll sind. Bei Fahrzeugen, die etwas älter sind, reicht zumeist die Teilkasko-Versicherung. Wenn ein Auto nur noch einen geringen Wert hat, kann man eventuell sogar darauf verzichten und es bei der Kfz-Haftpflicht bewenden lassen.

Wie hoch die Versicherungsprämie für eine Vollkasko-Versicherung ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab – unter anderem zählen dazu:

  • Schadenfreiheitsklasse und Schadensfreiheitsrabatt
  • Typklasse
  • Regionalklasse
  • Werkstattbindung
  • Alter des Fahrers
  • jährlich zurückgelegte Kilometer

Geld sparen lässt sich bei einer Vollkasko-Versicherung auch, wenn man eine Selbstbeteiligung vereinbart. Wer eine Selbstbeteiligung in Höhe von 300 bis 500 Euro vereinbart, kommt teils deutlich günstiger davon.

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