Aufkleber in der Windschutzscheibe

Umweltplakette auch für Elektroautos Pflicht – hohe Strafe droht

Seit 2007 ist die Umweltplakette in den Umweltzonen Pflicht, wer ohne fährt, riskiert ein Bußgeld. Das gilt auch für Elektroautos. 

Die Umweltplakette ist inzwischen nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken. An nahezu jedem Fahrzeug prangt inzwischen ein grüner, roter oder gelber Aufkleber an der Windschutzscheibe. Ohne geht es nicht mehr, zumindest wenn man regelmäßig in eine Umweltzone fährt.

So will es die seit 2007 gültige „Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung“. Diese unterscheidet vier Schadstoffgruppen, wovon drei in Form der Umweltplaketten sichtbar an der Windschutzscheibe ausgewiesen werden müssen.

Auch Elektroautos brauchen in Deutschland eine Umweltbonus.

Umweltplakette auch für Elektroautos Pflicht – hohe Strafe droht

Mit Ausnahme von Neu-Ulm – hier reicht auch noch die gelbe Plakette – ist die Einfahrt in die 65 Umweltzonen nur noch mit dem grünen Aufkleber mit der Ziffer 4 möglich. Diese steht für Schadstoffgruppe 4, hierzu zählen fast alle Autos mit Ottomotoren mit geregeltem Katalysator, einige Diesel mit Partikelfilter, sowie Fahrzeuge mit Erd- oder Flüssiggasantrieb. Entscheidend sind dabei die Emissionsschlüsselnummern, wie Auto, Motor und Sport berichtet.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

„Kraftfahrzeuge mit Antrieb ohne Verbrennungsmotor (z. B. Elektromotor, Brennstoffzellenfahrzeuge) werden der Schadstoffgruppe 4 zugeordnet“, heißt es in der 35. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Heißt: Nicht nur Pkw mit Verbrennungsmotor, sondern auch Elektroautos brauchen eine Umweltplakette.

Umweltplakette auch für Elektroautos Pflicht – Kennzeichen muss drauf stehen

Wer ohne die entsprechende Umweltplakette in eine Umweltzone fährt, dem droht ein saftiges Bußgeld in Höhe von 100 Euro. Einen Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg. Im Vergleich dazu kostet eine neue Plakette bei den Verkehrsüberwachungsorganisationen, bei Städten und Gemeinden sowie bei Werkstätten zwischen fünf und 20 Euro. Zudem ist die Umweltplakette auch online erhältlich. Wer sich einen Neuwagen kauft, bekommt diese meist gratis dazu. Wichtig ist jedoch: Das Kennzeichen muss immer auf dem Aufkleber stehen, anderenfalls werden eben 100 Euro Strafe fällig.

Rubriklistenbild: © MiS/Imago

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