Bremse bis Licht: Häufigste Mängel im Überblick

TÜV Report 2020: Diese drei Autos haben bei der Hauptuntersuchung schlechte Karten

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Sie zählt zu den Gewinnern des TÜV Reports 2020: die Mercedes B-Klasse.

Der TÜV Report 2020 zeigt: Ältere Gebrauchte schneiden hervorragend ab. Neben den Klassenbesten kürt der TÜV auch die Verlierer-Modelle 2020.

Ihr Auto springt ab und zu nicht an? Das Fahrgefühl hat sich verändert oder Ihr Fahrzeug macht gar komische Geräusche? Dann graut Ihnen bestimmt vor der nächsten Kfz-Hauptuntersuchung (HU) - umgangssprachlich TÜV genannt. Nur wenn eine gültige TÜV-Plakette am Nummernschild klebt, darf in Deutschland ein Fahrzeug geführt werden. Wer die Hauptuntersuchung verpasst und mit abgelaufener TÜV-Plakette* unterwegs ist, dem drohen Bußgelder und sogar Punkte in Flensburg.

Neuwagen müssen nach drei Jahren zur HU und zur Abgasuntersuchung (AU), wobei letztere Teil der HU ist. Danach wechselt das Prüfungsintervall in den Zweijahresrhythmus. Der TÜV ist deshalb in Deutschland vorgeschrieben, weil er die "Verkehrssicherheit, Vorschriftsmäßigkeit und Umweltverträglichkeit" von Fahrzeugen sicherstellt - und dadurch schwere Unfälle durch defekte Autoteile verhindert werden sollen.

TÜV 2020: Gebrauchte ab sechs Jahren schnitten hervorragend ab

Um herauszufinden, welche Autos am schlechtesten und am besten durch die TÜV-Prüfung gekommen sind, veröffentlicht der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) jedes Jahr den TÜV Report. Dieser gilt als wichtigster unabhängiger Ratgeber für Autofahrer und Gebrauchtwagenkäufer. In den aktuellsten Report flossen die Hauptuntersuchungsergebnisse aller TÜV-Gesellschaften in Deutschland ein – 2019 mehr als neun Millionen Hauptuntersuchungen (HU)* zwischen Juli 2018 und Juni 2019.

Die wichtigsten Ergebnisse des TÜV Reports 2020 im Überblick:

  • "Beinahe 80 Prozent der neun Millionen von den TÜV-Gesellschaften bei der Hauptuntersuchung (HU) geprüften Fahrzeuge haben sofort die Plakette erhalten", sagt Patrick Fruth, Leiter der Division Mobility bei TÜV SÜD. Selbst gebrauchte Fahrzeuge ab sechs Jahren hätten hervorragend abgeschnitten.
  • Insgesamt lag die Quote der erheblichen Mängel im neuen TÜV Report bei 21,45 Prozent.
  • Mehr als 40 Prozent der 47 Millionen hierzulande zugelassenen Fahrzeuge ist zehn Jahre alt – oder älter.

Lesen Sie auch: Erhebliche Mängel: Diese Autos fallen am häufigsten durch den TÜV.

Opel Adam bis Mercedes GLC: die Klassenbesten im Überblick

Wer einen Opel Adam oder eine Mercedes A-Klasse fährt, konnte sich 2019 freuen: Diese schnitten im Vergleich am besten ab. Ein Überblick über die Fahrzeuge nach Klasse, die im TÜV Report 2020 die wenigsten Mängel aufwiesen:

  • Klasse "Mini": Opel Adam (4,0 Prozent)
  • Kleinwagen: Audi A1 (3,1 Prozent)
  • Kompaktklasse: Mercedes A-Klasse (2,5 Prozent)
  • Mittelklasse: Mercedes C-Klasse (2,7 Prozent)
  • Van: Mercedes B-Klasse (2,4 Prozent)
  • SUV: Mercedes GLC (2,2 Prozent)

Folgende Fahrzeuge belegen aufgrund hoher Mängelquoten die letzten Plätze im TÜV Report 2020:

  • Dacia Logan (13,6 Prozent)
  • Dacia Duster (11,7 Prozent)
  • Citroen Berlingo (11,2 Prozent)

Mehr zum Thema: Wasserstoffautos: Ist Elektro gar nicht die Zukunft?

TÜV Report 2020: Die häufigsten Mängel

Mangel

Quote

bis 3 Jahre

Quote

bis 5 Jahre

Quote

bis 7 Jahre

Quote

bis 9 Jahre

Quote

bis 11 Jahre

Abblendlicht

1,7 %

3,0 %

4,5 %

6,3 %

8,1 %

Beleuchtung vorn

1,2 %

1,7 %

2,5 %

2,7 %

3,7 %

Bremsscheiben

0,9 %

1,7 %

2,5 %

3,0 %

3,4 %

Beleuchtung hinten

0,5 %

1,9 %

3,7 %

6,9 %

8,9 %

Achsaufhängung

0,3 %

1,0 %

2,3 %

4,1 %

6,1 %

Motormanagement/AU

0,3 %

0,5 %

0,9 %

1,5 %

2,4 %

Ölverlust Motor/Antrieb

0,3 %

0,9 %

2,8 %

4,3 %

7,2 %

Achsfedern/Dämpfung

0,2 %

0,6 %

1,9 %

3,7 %

5,0 %

Auspuffanlage

0,1 %

0,2 %

1,0 %

2,4 %

3,7 %

Blinker/Warnblinker

0,1 %

0,2 %

1,0 %

1,8 %

1,9 %

Funktion der Feststellbremse

0,1 %

0,3 %

0,7 %

1,2 %

2,0 %

Funktion der Fußbremse

0,1 %

0,3 %

0,7 %

1,2 %

1,5 %

Antriebswellen

0,0 %

0,0 %

0,1 %

0,1 %

0,2 %

Bremsleitungen

0,0 %

0,0 %

0,1 %

0,5 %

1,2 %

Bremsschläuche

0,0 %

0,0 %

0,1 %

0,2 %

0,7 %

Lenkanlage

0,0 %

0,0 %

0,1 %

0,3 %

0,5 %

Lenkgelenke

0,0 %

0,2 %

0,8 %

1,3 %

1,7 %

Rost/Riss/Bruch

0,0 %

0,0 %

0,0 %

0,1 %

0,3 %

Quellen: www.tuvsud.com; www.adac.de; www.bussgeldkataloge.de

Weiterlesen: Hauptuntersuchung: Mit wenigen Tricks sparen Sie Zeit und Geld.

jg

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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